Kletterer setzen Notruf per E-Mail ab

Einen derartigen Hilferuf hat man bei der Bergrettung wohl noch nie bekommen: Zwei Kletterer geraten zuletzt auf der steirischen Seite des Dachsteins in Not. In der Dunkelheit finden sie nämlich keinen Haken mehr, um sich abzuseilen. Dann der zweite Schock: Ihr Handy hat zu wenig Empfang, um jemanden anzurufen. Dann kommt der 26-Jährige und seiner 28-jährige Freundin die Idee: Sie schicken eine WhatsApp an eine Bekannte und eine E-Mail direkt an die Bergrettung.

Und die Nachrichten gehen zum Glück durch, erzählt Heribert Eisl von der steirischen Bergrettung:
“Der Ortsstellenleiter hat zufälligerweise mitten in der Nacht noch seine E-Mails gecheckt. Er hat mich dann sofort angerufen und gemeint, er hätte eine Nachricht bekommen, da stehe, dass Kletterer in Bergnot geraten sind und einen Notruf absetzten wollen. Er meinte, er weiß nicht, ob er das Ganze ernst nehmen soll. Dann ist aber parallel schon die zweite Nachricht über WhatsApp eingegangen und dann haben wir das natürlich ernst genommen.“

Sofort steigen 14 Retter zu den Kletterern auf und können beide schließlich unverletzt ins Tal bringen.

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