Strafe: Mit Handy über Straße gehen!

(02.08.2017) Wer in der US-Großstadt Honolulu beim Überqueren der Straße aufs Handy schaut, zahlt ab Ende Oktober Strafe. Und das gar nicht wenig – bis zu 85 Euro drohen, wenn man erwischt wird. Andere US-Städte könnten bald folgen. Hintergrund: Laut einer Studie der Universität Maryland sind in den USA alleine in den Jahren 2000 bis 2011 mehr als 11.000 Menschen verletzt worden, weil sie beim Überqueren der Straße auf ihre Smartphones gestarrt haben.

Verkehrspsychologe Gregor Bartl:
"Ein solches Gesetz macht auf jeden Fall Sinn. Ich denke, es würde etwas zur Bewusstseinsbildung beitragen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Denn die gehen besonders oft mit geneigtem Kopf, auf's Handy schauend über die Straße. Ablenkung ist und bleibt eine gefährliche Unfallursache - auch bei Fußgängern! Ein generelles Verbot würde aber keinen Sinn machen: Auf dem Zebrastreifen hat der Fußgänger Vorrang! Da sollte er also auf's Handy schauen dürfen. Anders sieht es allerdings aus, wenn er einfach so bei keiner markierten Stelle über die Straße läuft. Hier halte ich Strafen für angemessen."

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