Streifenwagen-Crash: Prozess

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(30.09.2020) Prozess um den tödlichen Streifenwagen-Crash in Wien! Ein Polizeibeamter muss sich heute wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Der Polizist soll letzten Sommer während eines Einsatzes quasi blind in den Verteilerkreis Favoriten eingefahren sein. Zwar mit Blaulicht, aber ohne Folgetonhorn. Der Polizist hat dabei einen anderen Wagen gerammt, eine Fußgängerin ist von den herumschleudernden Autos erwischt und tödlich verletzt worden.

Auch wenn er im Einsatz war, hätte der Angeklagte anhalten müssen, sagt Rechtsexperte Anwalt Johannes Schriefl:
“Auch Einsatzkräfte müssen sich natürlich beim Einfahren in eine Kreuzung vergewissern, dass sie hier keinen Unfall verursachen. Polizisten im Einsatz befinden sich nicht im rechtsfreien Raum.“

Da es sich laut Staatsanwaltschaft um keine grob fahrlässige Tötung handelt, findet der Prozess nicht am Straflandesgericht, sondern am Bezirksgericht Favoriten statt. Dem Angeklagten droht ein Jahr Haft.

(mc)

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