Tagespass erstmals über 80 Euro
Skifahren wieder teurer
(24.09.2025) Die Wintersaison 2025/26 wird für Skifahrer und Snowboarder spürbar teurer: Zum ersten Mal überschreiten die Preise für Tagestickets die 80-Euro-Marke. Spitzenreiter ist dabei Sölden im Ötztal – dort kostet eine Tageskarte für Erwachsene in der Hauptsaison künftig 83 Euro. So teuer war Skifahren in Österreich noch nie.
Auch andere große Skigebiete ziehen nach: In St. Anton am Arlberg steigt der Preis für eine Tageskarte auf 81,50 Euro – ein Plus von 3,50 Euro gegenüber der Vorsaison. In Kitzbühel in Tirol zahlen Erwachsene in der Premiumsaison künftig 79,50 Euro, ebenfalls 3,50 Euro mehr als im Vorjahr.
Durchschnittlich verteuern sich die Tickets österreichweit um rund 4 Euro. Laut Statistik Austria liegt die Inflation aktuell bei 4,1 Prozent – daran orientieren sich die Anpassungen.
Bleibt Skifahren noch im Trend?
Laut Reinhard Klier, Obmann des Fachverbandes Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Tirol, ist die 80-Euro-Marke eine besondere Schwelle, die auch psychologische Auswirkungen auf Touristinnen und Touristen und Einheimische haben kann. Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Skiurlaub günstiger zu gestalten.
Viele Skigebiete setzen mittlerweile auf sogenannte dynamische Preise. Das bedeutet: Je nach Saisonzeit variieren die Kosten. Besonders zu Weihnachten, Neujahr oder in den Semesterferien steigen die Preise deutlich an. Außerdem gibt es kleinere Skigebiete, die weiterhin Preise um die 50 Euro anbieten.
Für die Betriebe wird es deshalb immer wichtiger, Wege zu finden, um das Skifahren attraktiv zu halten. Denn auch wenn es für viele eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten im Winter ist, stoßen Ausgaben irgendwann an ihre Grenzen.
Einheimische wollen Vergünstigung
Die Einheimischentarife rücken nun wieder verstärkt in den Fokus. Die Ermäßigungen wurden in Tirol bereits vor Jahren abgeschafft, und laut Tiroler Arbeiterkammer drohen Unternehmen, die dennoch solche Tickets anbieten, Strafen von 720 Euro pro Fall. Dennoch hoffen Seilbahnbetreiber und die Tourismusbranche auf eine Wiedereinführung. Rückenwind könnten sie dabei von EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, bekommen: Er zeigte sich vergangene Woche bei seinem Besuch in Tirol offen für eine Einheimischen-Ermäßigung.
Saisonbeginn und Wintervorschau
Wer so früh wie möglich in die Skisaison starten möchte, fährt am besten auf die Gletscher oder direkt nach Sölden. Dort öffnen manche Pisten und Lifte bereits am Freitag, den 26. September. In St. Anton am Arlberg hingegen beginnt die Wintersaison erst Anfang Dezember – ebenso in Kitzbühel.
Wie sich der Winter in diesem Jahr entwickeln wird, können Meteorologinnen und Meterologen derzeit noch schwer abschätzen. Einen „richtigen“ Winterbeginn vorherzusagen ist also schwierig. Nach Definition startet der meteorologische Winter immer am 1. Dezember, der kalendarische Winter hingegen am 21. Dezember.
(AVL)