Tausende ohne Strom

In Kärnten

(23.01.2023)

Starker Schneefall hat am Montag in Kärnten für Probleme bei der Stromversorgung und im Verkehr gesorgt. Laut Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) gab es bis Mittag rund 100 Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume, wegen Unfällen und Fahrzeugbergungen. Auf höher gelegenen Straßen galt vielerorts Schneekettenpflicht, etwa über den Wurzenpass (B109), oder die Katschberghöhe (B99). Rund 5.000 Haushalte waren gegen 12.00 Uhr ohne Strom.

Von Verkehrsproblemen betroffen waren nicht nur Städten und Gemeinden, wo es sich vielerorts staute, sondern auch die Autobahnen. Mehrere Verkehrsunfälle mit Sachschaden bzw. Leichtverletzten gab es laut Polizei in Mittel- und Unterkärnten, mancherorts waren auch Bäume auf die Fahrbahn gestürzt, etwa auf der Keutschacher Straße. Zum Teil mussten Straßen wegen Behinderungen, etwa durch liegen gebliebene Lkw, gesperrt werden, so etwa die Turracher Straße (B95) bei Saureggen. Die Südautobahn (A2) in Fahrtrichtung Italien bei Grafenstein war nach einer Sperre am Vormittag einspurig wieder befahrbar.

Autofahrer kamen laut ÖAMTC auf der Karawanken Autobahn (A11) an liegen gebliebenen Lkw auf Höhe Sankt Jakob im Rosental Richtung Slowenien nicht vorbei und mussten über eine Stunde Zeitverlust in Kauf nehmen. Auch im Großraum Völkermarkt gab es zeitweise kein Weiterkommen.

Die Polizei ersuchte deshalb im Raum Unterkärnten, speziell bei Völkermarkt, alle Autofahrten zu unterlassen, die nicht unbedingt notwendig sind, da es durch die Schneemengen zu gefährlichen Situationen komme. Weiters wurden alle Lkw Fahrer aufgefordert, Ketten aufzulegen, da bereits auf etlichen Straßen eine entsprechende Pflicht herrscht und Lastwagen immer wieder nicht mehr weiter kommen.

Erste Störungen der Stromversorgung gab es laut Landesenergieversorger Kelag in den frühen Morgenstunden im Bereich Lavanttal und der Koralpe ganz im Osten Kärntens. Während dort einige Schadstellen bis zum Vormittag repariert worden waren, kamen und kommen laufend neue hinzu, etwa im Jauntal und im Rosental, aber auch bis Velden, Wernberg und Feldkirchen. Mehr als 100 Monteure waren im Einsatz, die Zugänglichkeit Schadstellen nehme allerdings mit den ansteigenden Neuschneemengen ab, man werde daher Zeit brauchen, bis alle Haushalte wieder Strom haben.

Die Neuschneemengen bringen im Laufe des Tages auch einen Anstieg der Lawinengefahr. Laut Lawinenlagebericht droht im Gelände in höheren Lagen der Gurktaler Alpen, der Karawanken, der Sau- Kor- und Packalpe große Gefahr, vom Schneesport abseits gesicherter Pisten wird gebietsweise abgeraten.

(FJ/APA)

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