Teenager-Mord in Graz

Nach dem Teenager-Mord in Graz gibt es viele offene Fragen. Die Kriminalisten halten sich bedeckt. Ein 16-Jähriger soll einen Gleichaltrigen auf einer Drogenparty aus Rache erschossen haben, weil ihn dieser mit vorgehaltener Pistole gezwungen hatte, ein 14 Jahre altes Mädchen zu vergewaltigen. Die Leiche soll der Bursche mit seinem Großvater in Ungarn verscharrt haben. Die beiden sollen bereits ein Geständnis abgelegt haben.

Notfallpsychologe Rudolf Moravetz:
‚Viel besser wäre es gewesen, gleich die Polizei zu alarmieren und zu versuchen, aus der Opferrolle in ein gesundes normales Leben zurückzufinden, anstatt in eine Tätersituation hineinzukommen.‘

Auch der 16-Jährige braucht jetzt professionelle Hilfe. Das Vergewaltigungsopfer wird in der Sigmund-Freud-Nervenklinik behandelt.

Medienberichten zufolge gehen die Ermittler inzwischen auch einer zweiten Version des Tathergangs nach: Demnach soll der spätere Täter das Mädchen von sich aus vergewaltigt haben. Der andere soll versucht haben, ihn davon abzuhalten. Derzeit gilt noch eine Nachrichtensperre. Sie wird frühestens am Montag aufgehoben.

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