Teile Vorarlbergs unter Wasser
Starkregen: Über 370 Einsätze
(22.08.2025) Starkregen hat seit Donnerstagabend Teile Vorarlbergs unter Wasser gesetzt. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) berichtete Freitagfrüh auf APA-Anfrage von über 370 Einsätzen innerhalb von 24 Stunden. Besonders betroffen war der Bezirk Dornbirn mit einem Schwerpunkt in der Bezirkshauptstadt. Die Einsätze betrafen vollgelaufene Keller und Tiefgaragen, unter Wasser stehende Straßenabschnitte und kleine Murenabgänge. Verletzt wurde ersten Informationen zufolge niemand.
In Dornbirn gingen in den vergangenen 24 Stunden über 130 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, in der Kummenbergregion im Bezirk Feldkirch, etwa in Altach, waren es über 80 Liter. Dementsprechend gestaltete sich das Einsatzgeschehen: Allein 245 Einsätze entfielen auf Dornbirn, 55 auf Hohenems und über 40 auf die Kummenbergregion.
Zwar hatten die Niederschläge Freitagfrüh wieder aufgehört, doch standen in und um Dornbirn weiter zahlreiche Straßenverbindungen unter Wasser. So war nach Angaben des ÖAMTC etwa die Rheintalautobahn (A14) zwischen Dornbirn-West und Dornbirn-Süd gesperrt, eine Freigabe war für 9.00 Uhr angekündigt. Ebenfalls nicht befahrbar waren etwa die Straßen durch das Ried (Senderstraße/L41, Höchster Straße/L42).
Bodenseepegel acht Zentimeter gestiegen
Die Dornbirnerach führte abschnittweise fünf- bis zehnjährliches Hochwasser, die Pegel waren am frühen Vormittag aber bereits wieder im Sinken begriffen. Alle anderen Flüsse wie der Rhein oder die Ill führten mehr oder weniger erhöhtes Mittelwasser. Der Bodenseepegel stieg innerhalb eines Tages um acht Zentimeter auf 374 Zentimeter an, lag damit aber um 21 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt.
(apa/mc)