Tiroler Psychiatriepatient tot

Ermittlungen eingeleitet

(25.08.2025) Nachdem im Februar ein 28-jähriger Psychiatriepatient in Innsbruck verstorben ist, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Der Patient hat während einer Fixierung eine Lungenembolie und anschließend einen Kreislaufkollaps erlitten. Der Tiroler Tageszeitung zufolge sei der Mann nach einer Reanimation mehrere Tage hirntot gewesen, bis man schließlich die Maschinen abgeschaltet habe. Die Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen in Richtung fahrlässige Tötung.

Patient war an Schizophrenie erkrankt

Vorerst werde gegen Unbekannt ermittelt. Laut Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr gelte vor allem zu klären, "welche Umstände dafür gesorgt haben, dass der Mann starb, und ob das mehrfache Fixieren dabei eine Rolle gespielt haben könnte". Aufgrund mehrerer psychotischer Schübe des an Schizophrenie erkrankten Patienten hatten sich die Ärzte und Pfleger dazu entschlossen, ihn wiederholt mit Gurten an ein Bett zu fixieren und Beruhigungsmittel zu verabreichen. Bei einer solchen Fixierung ereignet sich schließlich der Vorfall.

Klinik begrüßt Aufarbeitung

Kliniksprecher Johannes Schwamberger nach sei die Betroffenheit der involvierten Team "überaus groß". Man begrüße und unterstütze nicht zuletzt deshalb die "auf vielen Ebenen laufende Aufarbeitung voll und ganz".

(APA/FA)

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