Tödliches Erdbeben in Nepal

Jeden Tag eintausend Tote mehr. Die Opferzahl nach dem schlimmen Erdbeben in Nepal ist auf über 4.300 gestiegen und es ist kein Ende abzusehen. Die Zahl der Leichen werde weiter steigen, heißt es von den Behörden. Die zerstörerische Kraft des Bebens wird immer deutlicher: Die Hauptstadt Kathmandu ist um ganze drei Meter nach Süden verschoben worden – innerhalb von 30 Sekunden!

Massenflucht

Jetzt beginnt auch die große Flucht. Über 70.000 Menschen haben bereits das Kathmandu-Tal verlassen. In der Hauptstadt gibt es weiter keinen Strom und kein Trinkwasser, Geschäfte und Banken sind geschlossen.

Drohnenvideo zeigt, so sieht es derzeit in Kathmandu aus:

  • Unter den Trümmern werden noch Menschen vermutet
  • Dutzende Denkmäler und Weltkulturerbe sind zerstört worden
  • Immer wieder gibt es Nachbeben, hunderttausende Menschen schlafen darum weiterhin im Freien

27. April 2015 - Todesdramen auf dem Mount Everest! Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben wird auch am Mount Everest das wahre Ausmaß der Katastrophe sichtbar. 22 Todesopfer im Basiscamp. Dutzende Menschen werden noch vermisst.

Die Zahl der Todesopfer in Nepal ist inzwischen auf 3.200 gestiegen.

"Fuck, Fuck, Fuck..."

Der deutsche Alpinist Jost Kobusch filmt gerade das Basiscamp, als er von der Lawine überrascht und verschüttet wird:

Suche nach Überlebenden

In Nepal läuft die verzweifelte Suche nach möglichen Überlebenden. Unter Trümmern begraben ist die Überlebenschance in den ersten 72 Stunden am höchsten. Bisher ist die Opferzahl schon auf über 3.200 Tote gestiegen. Aber es wird noch mit mehr gerechnet – aus vielen ländlichen Regionen gibt es nämlich noch keine genauen Informationen. Weltweit machen sich jetzt Experten für solche Katastrophen auf den Weg, um zu helfen.

Hilfe aus Österreich

Es wird auch Hilfe aus Österreich nach Nepal fliegen. Neben der Caritas, die zwei Experten am Montag nach Nepal schickt, wollen auch zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes vor Ort helfen. Eine davon ist Andrea Reisinger, sie hat schon zwei Jahre in Nepal gelebt. Hier hörst du das Interview, das sie KRONEHIT vor ihrer Abreise gegeben hat:

26. April 2015: Bei einem schweren Erdbeben in Nepal sind über 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 5.000 wurden verletzt. Das Beben der Stärke 7,9 hatte Nepal und den Norden Indiens gestern zur Mittagszeit erschüttert. In der Hauptstadt Kathmandu sind zahlreiche Gebäude eingestürzt. Das Beben war auch in weiten Gebieten Bangladeschs und Indiens zu spüren.

Lawinen ausgelöst

Das Beben hat sich auch tödlich auf den Mount Everest ausgewirkt, dort wurde eine Lawine ausgelöst, die das Basislager auf 5.300 Meter komplett verschüttet hat. Mindestens 18 Bergsteiger wurden in den Tod gerissen, darunter der Google-Manager Dan Fredinburg. (Mitte)

Österreichischen Alpinisten geht es gut

Erst heute konnte ein Hubschrauber am Unglücksort landen. Die ersten Verletzten sind nun ausgeflogen worden. Auch über 10 Österreicher sind am Mount Everest, die meisten von ihnen Tiroler. Sie dürften aber wohlauf sein und harren weiter aus.

Die ersten Hilfsmissionen aus den Nachbarländern sind schon unterwegs. Aber es wird schwierig. Nepal ist ein sehr gebirgiges Land, viele Zufahrtsstraßen sind ohnehin schon in schlechtem Zustand - und nun teils völlig zerstört, aufgebrochen und damit unbefahrbar.

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