Toter bei Impfstoffstudie

bekam Placebo

(22.10.2020) Ein Proband der Corona-Impfstoffstudie des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist nach Angaben der dortigen Behörden gestorben. Laut Medienberichten soll dem 28-jährigen Mann bei den Tests in Brasilien jedoch nicht das potenzielle Serum, sondern lediglich ein Placebo verabreicht worden sein.

28-jähriger Arzt

Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 28-jährigen Arzt, der im Kampf gegen die Pandemie aktiv war und freiwillig an den Tests für den Impfstoff teilgenommen habe. Der Mann habe sich mit dem Coronavirus angesteckt und sei an den Folgen dieser Infektion gestorben.

Studie soll fortgesetzt werden

Die Universität Oxford, die bei der Entwicklung des Impfstoffs mit AstraZeneca kooperiert, erklärte, eine sorgfältige Analyse des Todesfalls in Brasilien habe keine Anhaltspunkte für Sicherheitsprobleme ergeben. Neben der brasilianischen Behörde hätten auch unabhängige Kontrolleure zur Fortsetzung der Studie geraten.

Tausenden Teilnehmer

Die Universität Oxford forscht zusammen mit dem britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca an einem Coronavirus-Impfstoff. Die Tests der Universität und von AstraZeneca befinden sich in der dritten und finalen Phase, die sehr aufwendig ist. Tausende Menschen in mehreren Ländern nehmen teil, in Brasilien sind es derzeit rund 8.000.

Bei Testreihen für neue Medikamente und Impfstoffe ist es üblich, einem Teil der Teilnehmer nicht das zu testende Mittel, sondern lediglich ein Placebo zu verabreichen, um die Wirkungen zu vergleichen.

(apa/ak)

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