Transport großer Bargeldmengen

In Laudamotion-Fliegern

(02.12.2020) Dubiose Story: Laudamotion-Flugbegleiter sollen seit dem letzten Jahr große Mengen an Bargeld in ihren Fliegern mittransportiert haben. Laut ehemaligen Mitarbeitern hat es sich dabei um Bareinnahmen aus Bordverkäufen gehandelt, die von einem Stützpunkt zum nächsten geflogen wurden. Das geht aus einer gemeinsamen Recherche des Magazins "profil", des ORF-"Report" sowie der deutschen Zeitung "Welt" und des deutschen Südwestrundfunk (SWR) hervor.Die Gewerkschaft bezeichnet die Vorgänge als "dubios", Ryanair streitet die Vorwürfe ab.

Üblicherweise würden Bargeldeinnahmen von Flügen in einen Tresor kommen und dann von einer Geldtransportfirma abgeholt werden, so ehemalige Laudamotion-Mitarbeiter laut "profil". Bei Laudamotion sei das Geld allerdings in roten Taschen - sogenannten "Cash-Bags" - von den Mitarbeitern über mehrere Stationen nach Mallorca geflogen worden, wo es ihnen dann von einem Ryanair-Mitarbeiter abgenommen worden sei.

Bis zu 60.000 Euro seien auf diese Art von einer Station zur nächsten geflogen worden, aufgeteilt in Tranchen von knapp unter 10.000 Euro pro Laudamotion-Bordmitarbeiter. Am Ende sei das Geld in Dublin gelandet, heißt es in dem Bericht. Wenn du also mit an Bord warst und so eine rote Tasche gesehen hast, weißt du jetzt, wie viele diese wert war ;)

Generell ist der Transport von Bargeld in der EU legal und nicht mit einer Höchstgrenze limitiert. Beträge von mehr als 10.000 Euro müssen jedoch beim Zoll deklariert werden. Die Gewerkschaft bezeichnete die Vorgänge als "dubios". Von anderen Fluglinien habe er derlei zuvor nie gehört, sagte der vida-Gewerkschafter Daniel Liebhart laut "profil". Er sprach von einem "einmaligen und einzigartigen Vorgang in der österreichischen Luftfahrtgeschichte".

Ryanair streitet die Vorwürfe indessen ab. "Die Behauptungen verärgerter ehemaliger Mitarbeiter entsprechen nicht der Wahrheit," zitieren "profil" und "ORF" die Fluglinie.

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