Trump: Iran darf an WM teilnehmen

Iran deutet aber Rückzug an

(11.03.2026) US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. "Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Außerdem sagte der Schweizer: "Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen." Der Iran könnte allerdings von sich aus auf das Turnier verzichten. Das hatte Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), zuvor erneut angedeutet.

"Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien", sagte er der Nachrichtenagentur Isna. Der Auftritt des iranischen Frauen-Teams dort hatte für großes Aufsehen gesorgt. Mehrere Spielerinnen nahmen das Angebot der australischen Regierung auf humanitäre Visa an.

Tadsch kritisierte Trump in diesem Zusammenhang. "Der amerikanische Präsident hat in zwei Postings gefordert, dass unsere Spielerinnen in Australien politisches Asyl bekommen sollen und falls Australien das nicht tut, dass er es tun würde. Er hat 160 unserer Mädchen in Minab zu Märtyrerinnen gemacht, und jetzt nimmt er unsere Mädchen als Geiseln."

(apa/mc)

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