Trump vs. "Danger Zone"
Loggins Song missbraucht?
(21.10.2025) Donald Trump hat mal wieder für Aufregung gesorgt – diesmal mit einem KI-generierten Video, in dem er sich selbst als Kampfjet-Pilot inszeniert. In der Szene fliegt er über Demonstranten hinweg und wirft braunen, kotähnlichen Schlamm auf sie ab. Dazu läuft der Hit „Danger Zone“ von Sänger Kenny Loggins – allerdings ohne dessen Zustimmung.
Der 77-jährige Musiker reagierte empört: „Niemand hat mich um meine Erlaubnis gebeten – die ich verweigert hätte.“ Loggins fordert, dass seine Aufnahme sofort entfernt wird und kritisiert die politische Vereinnahmung seines Songs scharf: „Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand will, dass seine Musik für etwas verwendet wird, das nur dazu geschaffen wurde, uns zu spalten.“ Das Video wurde auf Trumps Social-Media-Kanälen gepostet – als Antwort auf die landesweiten „No Kings“-Proteste, bei denen Millionen Menschen gegen eine mögliche Machtkonzentration des Ex-Präsidenten demonstrierten. Der Clip sollte offenbar Stärke zeigen, sorgte aber vor allem für Spott und Kritik.
Juristisch ist die Lage eindeutig: Musik darf nicht ohne Lizenz oder Zustimmung der Rechteinhaber in öffentlichen oder politischen Videos verwendet werden. Für jedes Werk gelten Urheber- und Verlagsrechte – auch bei KI-generierten Inhalten. Verstöße können zur sofortigen Löschung und zu rechtlichen Schritten führen.
Kenny Loggins steht mit seiner Reaktion nicht allein. Zahlreiche Künstler – von den Rolling Stones über Adele bis Neil Young – haben sich in den letzten Jahren dagegen gewehrt, dass Trump ihre Songs für Wahlkampfauftritte oder politische Clips nutzt.
Mit „Danger Zone“ hat der frühere US-Präsident nun wieder eine rote Linie überschritten: Provokation statt Respekt, sagen Beobachter. Und während Trump weiter mit künstlichen Bildern arbeitet, zeigt Loggins eines ganz real – nämlich Haltung.
(fd)