U-Bahn-Tunnel eingestürzt

Keine Verletzten in Shanghai

(13.02.2026) Am Donnerstag ist in Shanghai ein im Bau befindlicher U-Bahn-Tunnel eingestürzt. Betroffen ist die Jiamin-Linie im Westen Shanghais, die die Randbezirke im Norden und Süden verbinden soll. Durch den Einsturz wurde ein großes Loch in die darüberliegende Straßenkreuzung gerissen. Videos in Chinas sozialen Netzwerken zeigen die Einsturzstelle im Südwesten der Stadt. Laut Medienberichten wurden Büros und Wohnungen im Umkreis des Baustellenabschnitts evakuiert, Verletzte gibt es keine.

Suche nach Ursache

Bereits am Mittwoch hat es Probleme bei der Baustelle des Tunnels gegeben. Die zuständige Baufirma teilte mit, dass zwischen den geplanten Stationen Qixin Lu und Xinjian Lu Wasser ausgetreten war. Aufgrund dessen wurde vor Ort ein Notfallprotokoll in Gang gesetzt und man versuchte, das Leck zu reparieren. Wenige Stunden danach wurden von der Stadtteil-Regierung in der betroffenen Gegend einige Straßen gesperrt.

Das chinesische Wirtschaftsmagazin "Caixin" zitierte einen Experten, der vermutet, dass eine nahegelegene Wasserleitung gebrochen ist und somit das Fundament unterspült wurde. Die folgende Bodenerosion könnte anschließend zu dem Einsturz geführt haben. Geplant ist die Eröffnung der U-Bahn-Linie für ende 2028, für sie wurden 37,1 Milliarden Yuan (etwa 4,5 Milliarden Euro) investiert.

(APA/ts)

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