Tödliches Versehen: Statt Taser, Pistole gezogen

Neue Details gibt es im jüngsten Fall tödlicher Polizeigewalt in den USA. In Tulsa im Bundesstaat Oklahoma hat ein 73-jähriger Hilfspolizist einen unbewaffneten Schwarzen erschossen.

Skandal Nummer 1

Der Hilfssheriff hatte offenbar den Taser (Elektroschockpistole) mit der Pistole verwechselt. Die Kameras, die die Polizisten am Körper tragen, filmen alles mit. Es ist klar zu hören, wie sich der Schütze entschuldigt, den Mann angeschossen zu haben. Der örtliche Polizeichef Jim Clark bestätigt später, dass es ein tragischer Irrtum gewesen sei.

Das 44-jährige Opfer war vorbestraft und ist wegen möglicher illegaler Waffengeschäfte unter Verdacht geraten. Der Mann stirbt später im Krankenhaus.

Skandal Nummer 2

Jetzt ist auch klar: Der 73-jährige Todesschütze hat die örtliche Polizei jahrelang finanziell unterstützt und durfte nur deswegen überhaupt an dem Einsatz teilnehmen und Hilfssheriff spielen. Dan Smollen, Anwalt der Opferfamilie:
"Dieser Mann, Robert Bates, hatte keinerlei Training. Er war 1964 genau ein Jahr lang Polizeibeamter und ist nie über die Probezeit hinausgekommen. Aber er durfte alles tun, was auch andere Polizisten tun. Das ist unglaublich gefährlich."

Der Hilfssheriff wird nun wegen Totschlags angeklagt.

Video

Die Body-Cam des Beamten hat den ganzen Vorfall aufgezeichnet:

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