Vaterschaftstest: Mann schickt Freund

aufgeflogen

(07.11.2025) Ein 43 Jahre alter Deutscher ist für einen Freund zu dessen Vaterschaftstest gegangen, weil dieser für sein außereheliches Kind keinen Unterhalt bezahlen wollte. Doch der Schwindel flog auf. Beide Männer wurden vor dem Amtsgericht im bayerischen Dillingen an der Donau angeklagt. Der Rollentausch war zwar zunächst gelungen: Der DNA-Test fiel negativ aus. Die Sache kam aber doch ans Licht.

Der 43-Jährige habe von vorneherein bezweifelt, dass der Rollentausch funktionieren würde, sagte der Verteidiger des Mannes einem Bericht der "Donau-Zeitung" zufolge. Der 37-Jährige habe einen gefälschten Pass mit einem Foto des 43-Jährigen organisiert. Mit diesem habe der Freund den Test absolviert. Das Familiengericht schickte das Gutachten dann aber der Mutter des Kindes zu, samt dem Foto des - vermeintlichen - Vaters.

Die Staatsanwaltschaft warf den Männern Urkundenfälschung und versuchten Betrug vor. Der 43-Jährige wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 37-Jährige erschien am Mittwoch nicht zu dem Prozess, weswegen die Richterin Haftbefehl gegen ihn erließ. Er stand mit Unterhaltszahlungen in Höhe von 8.655 Euro im Rückstand.

(mt/apa)

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