Verbot von Fleischbegriffen
bei Pflanzlichen Produkten
(23.09.2025) Sollen Begriffe wie „Burger“, „Würstel“ oder „Schnitzel“ auch für vegane und vegetarische Produkte verwendet werden? Am 7. Oktober stimmt das EU-Parlament über einen entsprechenden Vorschlag ab.
Die EU-Kommission begründet das mögliche Verbot damit, Verbraucher*innen besser zu informieren und die kulturelle Bedeutung von Fleischprodukten zu schützen. Der Verein für Proteinvielfalt in Österreich, unterstützt von Unternehmen wie Hofer, Billa, SPAR und Lidl, stimmt dem Verbot zu.
Für den Verein für Proteinvielfalt gilt hingegen das genaue Gegenteil: Produktbezeichnungen, die an Fleisch erinnern, motivieren Menschen dazu, pflanzliche Alternativen auszuprobieren, und dienen gleichzeitig als Orientierungshilfe, erklärt Vorstand Verena Wiederkehr.
Auch der europäische Verbraucherverband (BEUC) sieht keinen Grund für ein Verbot. Es existieren keine eigenen Studien, die darauf hindeuten, dass Begriffe wie „Veggie-Burger“ oder „vegane Wurst“ irreführend wären. Zudem finden 80 % der von BEUC Befragten, dass Fleischbezeichnungen für pflanzliche Produkte erlaubt bleiben sollten.
Verbot kann Schwierigkeiten verursachen
Ein mögliches Verbot würde zudem mehr Bürokratie und zusätzliche Kosten mit sich bringen. Bereits vorhandene Verpackungen und Kennzeichnungen müssten angepasst werden. Laut dem Verein für Proteinvielfalt würde ein EU- und österreichweites Verbot Innovationen bremsen, Start-ups benachteiligen und etablierte Unternehmen in der Produktentwicklung sowie Markenbildung einschränken.
(AVL)