Vergiftung durch Desinfektion

Viele Fälle in den USA

(21.04.2020) Ein Flasche Desinfektionsmittel darf derzeit in keinem Haushalt fehlen. Leider kommt es deshalb auch zu zahlreichen Vergiftungsfällen, wie Zahlen aus den USA zeigen. Vergiftungshotlines verzeichnen dort seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie deutlich mehr Anrufe. Besonders bei Kindern kommt es vermehrt zu Vergiftungen mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln, wie aus einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

Bei Desinfektionsmitteln kam es demnach von Jänner bis März zu insgesamt 17.392 gemeldeten Notfällen. Dies ist eine Zunahme von rund 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Behörde zufolge muss die wahre Zahl der Vergiftungen noch höher gewesen sein, weil für die Studie nur die Fälle in Betracht gezogen wurden, bei denen eine der Hotlines angerufen wurde. Auch schwerere Vergiftungen, bei denen Betroffene oder deren Familien direkt ärztliche Hilfe aufgesucht haben, wurden daher nicht erfasst.

Im Fall von Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln betrafen 47 Prozent der gemeldeten Fälle Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren, weitere 14 Prozent der Betroffenen waren bis zu 19 Jahre alt. Bei Reinigungsmitteln machten die zwei Altersgruppen zusammen rund 45 Prozent aller gemeldeten Fälle aus.

(APA/gs)

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