Dänemark macht ernst

Corona-Mutation bei Nerzen

(09.11.2020) In Dänemark gelten seit einigen Tagen verschärfte Coronavirus-Maßnahmen. Grund dafür ist unter anderem die Mutation des Coronavirus bei Nerzen, die sich bereits auf Menschen übertrug. Problematisch dabei ist vor allem die mögliche Auswirkung auf künftige Impfstoffe. Aufgrund dessen hat die Regierung in Kopenhagen die Tötung des gesamten Nerzbestandes angeordnet: Es handelt sich dabei um Millionen Tiere.

Abgesehen davon wird in Nordjütland in sieben Kommunen der öffentliche Nahverkehr weitestgehend eingestellt. Nur noch Schüler und Schülerinnen dürfen Kommunengrenzen mit dem Bus überschreiten. Jedoch nicht alle Jugendlichen dürfen weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen: Fünft- bis Achtklässler erhalten seit heute Fernunterricht, um die rasant steigenden Infektionszahlen zu bremsen.

Außerdem sind jegliche Sport- und Kulturstätten ab sofort geschlossen, bereits vergangenen Samstag mussten auch Gasthäuser, Restaurants und Lokale schließen. Rund 280.000 Menschen innerhalb der betroffenen Kommunen werden dazu aufgefordert, einen Corona-Test abzulegen und nur in absoluten Ausnahmefällen die Kommunengrenzen zu überschreiten. Alle außerhalb lebenden Menschen werden dringend dazu aufgefordert, nicht in die betroffenen Kommunen einzureisen. Betroffen sind Hjorring, Frederikshavn, Bronderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland sowie Laesoso.

(APA/vb)

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