Viele Gänse aus Qual-Zucht

Keine Kennzeichnungspflicht

Weißt du, wie viel Qualen die Martinigans auf deinem Teller durchgemacht hat? Wie jedes Jahr wird das Gericht im November wieder in sehr vielen Wirtshäusern angeboten. Zwar ist Stopfen und Lebend-Rupfen bei uns in Österreich verboten, erlaubt ist es aber nach wie vor, Gänse aus dem Ausland zu importieren, wo sie teilweise unter katastrophalen Bedingungen gezüchtet und gehalten werden.

Lokale sind bei uns sind derzeit nicht verpflichtet, dies zu kennzeichnen, so Martina Pluda von Vier Pfoten: „Bei einer fehlenden Kennzeichnung in der Gastronomie kann es sehr gut sein, dass man Gänsefleisch serviert bekommt, wo die Tiere vorher entweder lebend gerupft oder gestopft worden sind. Obwohl diese Praktiken in Österreich verboten sind, sind die Importe von diesen Produkten nicht verboten."

Lokale sind bei uns sind derzeit nicht verpflichtet, zu kennzeichnen, woher die Gänse stammen. Das muss sich ändern, fordert Martina Pluda: „Es gibt zum Beispiel bereits Gasthäuser, die die österreichische Weidegans servieren, wo man sich als Konsument dann ganz sicher sein kann. Es gibt aber auch Gänsefleisch aus Biofreilandhaltung. Ganz wichtig ist, dass man bereits bei der Reservierung nachfragt, was im Gasthaus serviert wird.“

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