Vorwürfe gegen Supermärkte
Handelsobmann weist sie zurück
(22.08.2025) Wie berichtet, erhob das Sozialministerium eine Klage gegen große Lebensmittelhändler. Angeblich sollen sie Rabatte nicht transparent ausschreiben und so die Kundschaft in die Irre führen. Der Handelsobmann in der Wirtschaftskammer (WKÖ) Rainer Trefelik, weist diese Vorwürfe nun zurück.
Laut ihm herrsche in Supermärkten hohe Transparenz, wofür auch wöchentlich aufliegende Flugblätter und Vergleichsmöglichkeiten sprechen. „Die Politik versucht, der Lebensmittelbranche die hohe Teuerung in die Schuhe zu schieben“, kritisiert er. Zusätzlich stört ihn, dass den betroffenen Unternehmen noch immer nicht die Klage übermittelt worden sei.
Handelsverband richtet Appell an SPÖ
In einem „Offenen Brief“ an die SPÖ bezog auch der Handelsverband noch ausführlicher Stellung: Der Lebensmitteleinzelhandel sei Betroffener, nicht Verursacher der Teuerung. „Gehen Sie mit der Nahversorgung unseres Landes politisch nicht achtlos um", so der Appell des Verbands.
„Nicht perfekt eingehalten“
Das Wiener Marktamt hat heuer bereits Tausende Kontrollen zu Rabattwerbungen durchgeführt. In mehr als 500 Fällen sei die Preisauszeichnung "nicht perfekt eingehalten worden", in 304 Fällen habe man sogar Anzeige erhoben, so Alexander Hengel vom Marktamt. In solchen Fällen würden in der Regel Verwaltungsstrafen in Höhe von 500 Euro verhängt.
(bg/apa)