Wahlkarten-Chaos: Ruf nach E-Voting

Warum voten wir nicht einfach online? Das Wahlkarten-Fiasko ist inzwischen so groß, dass bereits eine Verschiebung des Wahltermins am 2. Oktober geprüft wird. Doch die User fragen sich: Wozu sich 2016 noch mit Papier und Klebestreifen rumärgern? Warum wählen wir nicht ganz einfach per E-Voting?

Einen Versuch hat es schon mal gegeben. Und zwar bei der ÖH-Wahl 2009. Doch der Verfassungsgerichtshof hat die Wahl damals aufgehoben, da online das Wahlgeheimnis nicht gewahrt werden kann.

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Auf E-Voting hoffen wir also vergeblich, sagt Verfassungsrechtler Theo Öhlinger:
“In den nächsten Jahren wird sich da nichts tun. Man müsste gesetzlich ohnehin einiges ändern, aber eine Lösung für die Wahrung des Wahlgeheimnisses gibt es da nicht.“

Stimmt, sagt Datenschützer Georg Markus Kainz:
“Beim e-Voting muss sich der Wähler zunächst ja eindeutig identifizieren können. Dann muss die Stimme aber anonym sein. Nach der Übertragung darf die Stimme nicht mehr auf die Person zurückgeführt werden können. Und dafür gibt es keine Lösung.“

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