Wahlschlacht auf YouTube

(12.09.2013) Auf YouTube tobt die Wahlschlacht! Wie in keinem Wahlkampf zuvor haben die Parteien das Videoportal für sich entdeckt. Die Parteien setzen auf Kurzfilme, so genannte Virals. Einmal mehr, einmal weniger kreativ sprengen diese Videos den Rahmen der klassischen Wahlkampfspots. Die Filmkritiker urteilen erbarmungslos: Die Clips seien viel zu brav, glatt und langweilig. Am geschicktesten würden noch Grüne und FPÖ arbeiten, sie passen sich stilistisch an das Medium an und polarisieren, so Filmexperte Daniel Ebner. Wenn man Oscars vergeben würde…

„…dann würde der sicher an den Gleichstellungspot gehen von den Grünen. Das ist definitiv DAS Video das am stärksten wirkt, am stärksten auch nachwirkt, das meiner Meinung nach am besten funktioniert. Weil das genau für das Medium zugeschnitten ist. Das heißt es ist kurz es ist knackig, es ist auf den Punkt gebracht und es hat einen gewissen Überraschungseffekt.“

Der Oscar geht an... Mutiger Sexclip zu Gleichstellung

Ein paar weitere Auszüge:

Die Clips der FPÖ funktionieren als Viral, so Filmexperte Daniel Ebner. Polarisieren aber und regen zum Fremdschämen an. Die Clips würden vor allem wegen der schauspielerisch schwachen Leistung Aufmerksamkeit erregen.

Team Stronach setzt auf den „Otto Normal Verbraucher“. Ob es Stronach unterstützen oder aufgrund der ironischen Texte durch den Kakao ziehen soll, ist allerdings nicht ganz klar, und damit laut Ebner äußerst mutig.

Die ÖVP Clips seien glatt und ziemlich langweilig, wenigstens aber gut gemacht, so das kritische Urteil.

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