Landtagswahl in Oberösterreich

FPÖ-Verluste in 298 Gemeinden

(26.09.2021) Wie bei der Landtagswahl zeigt sich die Stärke der ÖVP bei den Oberösterreich-Wahlen vom Sonntag auch bei der Analyse der Gemeinderatswahl-Ergebnisse. In 244 jener Gemeinden, in denen die Volkspartei antrat, konnte sie zulegen, in 367 war sie die stärkste Partei. Die FPÖ, die auch bei den Gemeinderatswahlen Stimmen einbüßte, musste in 298 Gemeinden Verluste hinnehmen. Für die SPÖ brachten die Gemeinderatswahlen 204 Mal ein Plus und 182 Mal ein Minus.

Die ÖVP konnte in zehn Gemeinden mehr als 80 Prozent der Stimmen bei den Gemeinderatswahlen erreichen. Die "Absolute" (über 50 Prozent) erzielte die Partei in insgesamt 231 Gemeinden, in nur 14 kam sie auf weniger als 20 Prozent. Die vier stimmenstärksten ÖVP-Gemeinden waren (mit jeweils 100 Prozent) Schwarzenberg am Böhmerwald (+40,18 Prozentpunkte), Pierbach (+30,54) sowie Manning und Sankt Radegund - in den beiden letztgenannten konnte die ÖVP ihre 100-prozentige Stimmenmehrheit verteidigen. Das in Schwarzenberg am Böhmerwald erzielte Plus von 40,18 Prozentpunkten bedeutete auch den größten Stimmenzuwachs der ÖVP bei den Gemeinderatswahlen.

In 190 Gemeinden verlor die ÖVP Stimmen. Am schwächsten performte die ÖVP im Wels mit nur 12,22 Prozent (-4,79). Den größten Verlust fuhr sie in Reichenau im Mühlkreis ein, wo das Minus 36,25 Prozentpunkte betrug (Ergebnis: 39,12 Prozent).

Die FPÖ musste in 298 Gemeinden ein Minus hinnehmen. In 32 Gemeinden kam die freiheitliche Partei auf unter zehn Prozent, weniger als fünf Prozent gab es in einer Gemeinde - nämlich in Ottensheim mit 4,36 Prozent (-6,82 Prozentpunkte). Den größten Verlust fuhr sie in Reichersberg ein, wo das Minus 26,25 Prozentpunkte betrug (Ergebnis: 11,11 Prozent). Zulegen konnte die FPÖ in 61 Gemeinden, in neun wurde sie stärkste Partei. Über 50 Prozent gab es in einer Gemeinde, nämlich in Moosbach im Innviertel mit 53,88 Prozent (-2,94). Den größten Stimmenzuwachs erzielte die FPÖ in Michaelnbach mit 13,97 Prozentpunkten, sie kam dort auf 39,9 Prozent.

Die SPÖ konnte in 204 Gemeinden zusätzliche Stimmen lukrieren. 58 Mal erreichte sie Platz eins. Stimmenstärkste SPÖ-Gemeinde war Obertraun mit 65,19 Prozent (+1,96). Den größten Zuwachs gab es in Kollerschlag mit 27,44 Prozentpunkten, die SPÖ kam dort auf 46,29 Prozent. In 182 Gemeinden setzte es ein Minus. Am schwächsten schnitt die Sozialdemokratie in Münzbach ab - mit nur 5,55 Prozent (-7,92). Den größten Verlust fuhr sie in Attersee am Attersee ein, wo das Minus 22,76 Prozentpunkte betrug (16,33 Prozent).

Die Grünen konnten in 86 Gemeinden zulegen, schafften es aber in keiner auf den ersten Platz. In einer Gemeinde haben die Grünen mehr als 40 Prozent erhalten, nämlich in Steinbach am Attersee (42,81 Prozent). Dort erzielte die Öko-Partei mit +21,68 Prozentpunkten auch ihren größten Stimmenzuwachs. In 28 Gemeinden gab es Verluste, am größten fiel dieser in Losenstein mit einem Minus von 10,79 Prozentpunkten aus (Ergebnis: 9,57 Prozent).

Die Liste MFG trat erstmals bei der Gemeinderatswahl an - und nur in 28 Gemeinden. Die meisten Stimmen erzielten die Impfskeptiker in Maria Neustift mit 26,73 Prozent.

Die NEOS konnten in sechs Gemeinden zusätzliche Stimmen lukrieren. Stimmenstärkste Gemeinde war Hirschbach im Mühlkreis mit 29,13 Prozent. Den größten Stimmenzuwachs erzielten die NEOS in Gmunden mit 8,33 Prozentpunkten, sie kamen dort auf 10,39 Prozent.

(apa/makl)

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