Wegen gezuckerter Erdbeeren gefeuert!

Unglaubliche Entlassung in einem Wiener Nobel-Restaurant! Im 'Plachutta' ist ein Kellner gefeuert worden, weil er in der Pause seine selbst mitgebrachten Erdbeeren mit Staubzucker aus dem Restaurantlager gesüßt hatte. Der Kellner bekommt vor dem Arbeitsgericht Recht. Es sei kein Diebstahl, es gebe keinen Bereicherungsvorsatz, da es um gerade einmal 50 Gramm Zucker gehe. Eine Ermahnung hätte es auch getan.

Für noch mehr Wirbel sorgt jetzt aber die Reaktion des Restaurantchefs: Es gehe nicht um den Warenwert, sondern darum, dass nicht um Erlaubnis gefragt wurde. Außerdem sei der Kellner ein Slowake, der nur zum Arbeiten nach Österreich komme, man wundere sich, warum die Arbeiterkammer ihn und sein Fehlverhalten überhaupt unterstütze. Auch das bleibt nicht unbemerkt: Im Internet macht sich bereits ein gewaltiger Shitstorm breit…

Die Arbeiterkammer kritisiert die Aussagen Plachuttas als diskriminierend. Generell kommt es in der Gastronomie oft zu ungerechtfertigten fristlosen Entlassungen, sagt Julia Vazny-König von der Arbeiterkammer Wien:

“Dass auch Arbeitnehmer Rechte haben und mit einem gewissen Maß an Umgangsregeln rechnen dürfen. Es hat ja einen Grund, dass es eine Kündigungsfrist gibt. Dann wissen die Leute, dass es zwar vorbei ist, aber dass sie noch 14 Tage Zeit haben, um sich etwas anderes zu suchen. Die Leute haben ja Verpflichtungen und müssen ihre Rechnungen bezahlen.“

Auch die Satire-Zeitung "Tagespresse" beschäftigt sich mit dem Plachutta-Fall.

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