Objekt 21: Prozess gegen sieben Oberösterreicher

In Wels wird heute sieben mutmaßlichen Neonazis der Prozess gemacht. Die Männer im Alter zwischen 23 und 33 Jahren sollen dem rechtsextremen Verein "Objekt 21" angehören und müssen sich wegen Wiederbetätigung verantworten. Die Oberösterreicher sollen einen gemieteten Bauernhof in eine regelrechte NS-Verherrlichungsstätte verwandelt haben. Es drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Offiziell haben sich die Angeklagten als „Freizeit- und Kulturverein“ bezeichnet. Doch der Partyraum des Bauernhofs soll mit unzähligen Nazifahnen und SS-Symbolen dekoriert gewesen sein. Gleich neben dem Eingang sollen die Männer die Reichskriegsflagge gehisst haben. Selbst die Grillstelle im Garten soll in Form eines NS-Symbols aufgebaut gewesen sein. Zudem habe man Nazi-Propaganda und rechtsextreme Lieder verbreitet.

Das Haus gehört übrigens ausgerechnet dem Vater von Regisseur Stefan Ruzowitzky, der ja für sein KZ-Drama „Die Fälscher“ den Oscar bekommen hat. Er ist die unliebsamen Mieter per Delogierung losgeworden.

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