Weltrekord bei Olympia

Gold für Norwegen

(03.08.2021) Was für eine Zeit! Bei den Olympischen Spielen hat sich der Norweger Karsten Warholm über die 400 Meter Hürden den Sieg geholt. Der zweifache Weltmeister läuft heute in Tokio in unfassbaren 45,94 Sekunden zum Triumph vor dem US-Amerikaner Rai Benjamin (46,17).
Bronze sichert sich Alison dos Santos (46,72) aus Brasilien. "Das ist verrückt", sagt der 25-jährige Warholm, der nach dem Zieleinlauf vor Freude sogar sein Leibchen zerreißt. "Ich kann die Zeit nicht glauben, sie ist so schnell. Oft wurde ich nach dem perfekten Rennen gefragt und ich habe gesagt, dass es das nicht gibt.
Aber noch nie war ich so nahe dran wie in diesem. Ich habe wie ein Irrer trainiert und habe dem meine ganze Zeit gewidmet. Jetzt muss ich mir neue Ziele setzen." Dieser Triumph ist einfach "ganz besonders" für ihn.

Krasse Zeiten

Hinter Warholm ist Benjamin in fabelhaften 46,17 Sek. die zweitschnellste je gelaufene Zeit über diese Strecke gerannt, der drittplatzierte Brasilianer Alison dos Santos (46,72) kratzt ebenfalls am bisherigen Weltrekord.
Auch Benjamin ist nach diesem historischen Olympia-Finale euphorisiert: "Das war wahrscheinlich das beste Rennen in der olympischen Geschichte. Ich glaube nicht einmal, dass Usain Bolts 9,5 das getoppt hat", erinnert der Silbermedaillengewinner an Bolts 100 Meter-Weltrekord von 9,58 Sekunden aus dem Jahr 2009.

Warholm hat erst am 1. Juli beim Diamond-League-Meeting in Oslo den Uralt-Weltrekord gebrochen. Bei seinem Heimspiel im Bislett-Stadion hat er mit 46,70 Sekunden gewonnen.
Der Welt- und Europameister bleibt damit acht Hundertstelsekunden unter der fast 29 Jahre alten Traumzeit des US-Amerikaners Kevin Young bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.

(apa/makl)

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