Wie lange dauert 2. Welle?

das sagt WHO dazu

(16.10.2020) Europa erwartet in der Coronakrise nun eine längere Welle ohne große Spitze. Davon geht das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO aus, wie Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag bei einem Online-Statement in Kopenhagen erläuterte. Er rief dazu auf, gezielte, regional und zeitlich limitierte Maßnahmen zu setzen, um einen "Kollateralschaden" an Gesundheit und Gesellschaft zu vermeiden. "Die Pandemie wird nicht von allein stoppen, aber wir können es tun", sagte er.

Lockdowns sind nötig

Kluge betont, dass weiterhin lokale "Lockdowns" nötig seien. Diese hätten jedoch nichts mehr mit dem kompletten "Shutdown" von März zu tun, der in vielen europäischen Ländern verhängt wurde, "weil wir überrascht wurden", sagte der WHO-Europadirektor. "Wir sollten alles in unsere Macht Stehende tun, um die Schulen offen zu halten." Außerdem müsste die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten bleiben, vor allem was Krebserkrankungen, vorbeugende Impfungen und cardiovaskuläre Krankheiten betreffe. Auch der Bereich psychische Gesundheit wurde von Kluge hervorgehoben.

Private Treffen Indoor

Die beginnende "Winter-Welle" steht laut Kluge in Zusammenhang mit mehr Sozialkontakten in Innenräumen. Es gebe "nicht so optimistische Modellrechnungen", erläuterte er. Aber berücksichtigte einfache Maßnahmen wie generelles Maskentragen und strikte Kontrollen zur Verhinderung von Menschenansammlungen würden schon starke Verbesserungen in den Berechnungen zeigen. "Diese Maßnahmen sollen uns helfen, der Kurve voraus zu sein und sie abzuflachen", appellierte Kluge an die Regierungen und Menschen in Europa.

(apa/ak)

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