Wien: Angebot für Feiernde

Aber keine Partyzone

(08.06.2021) Nach den Ereignissen am Wochenende, wo der Konflikt zwischen feiernden Jugendlichen und der Polizei in Wien eskaliert ist, plant die Stadt nun entsprechende Angebote an die jungen Erwachsenen: So soll etwa der Kultursommer um eine Jugendschiene erweitert werden, wie Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) am Dienstag nach einem "Runden Tisch zum Öffentlichen Raum" bekannt gab.

Keine Partyzone

Die Schaffung von speziellen Partyzonen ist hingegen nicht möglich. "Das ist illegal und mit den aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu ermöglichen", erklärte Wiederkehr. Prinzipiell äußerte er jedoch Verständnis dafür, dass junge Erwachsene wieder weggehen wollten. Für sie seien die Einschränkungen in der Pandemie sehr groß gewesen. Sie hätten auch mitgeholfen dabei, ihre Eltern zu schützen. "Jetzt ist es Zeit, dass wir den jungen Menschen einen Teil ihres Lebens zurückgeben."

Awareness-Teams an Hot-Spots

Öffentlichen Raum abzusperren, um in solchem Rahmen das Feiern zu ermöglichen, ist laut dem Ressortchef aus rechtlichen Grünen nicht umsetzbar. Darum müsse man schauen, dass zumindest so gut wie möglich deeskaliert werde. So sollen ab kommenden Wochenende in der Nacht (angedacht ist von 19.00 bis 4.00 Uhr) sogenannte Awareness-Teams unterwegs sein - zunächst am Karlsplatz und am Donaukanal - um in den Dialog mit den jungen Menschen zu treten.

Platzverbote weiterhin möglich

Ausschließen konnte heute Wiederkehr Platzverbote für die Zukunft nicht: "Es ist eine Entscheidung der Polizei, wenn sie ein Platzverbot erlässt." Es dürfe aber nur das allerletzte Mittel sein. Zugleich betonte Wiederkehr, dass er "absolut null Verständnis" dafür habe, wenn Exekutivbeamte mit Flaschen beworfen würden. Für derartiges Verhalten dürfe in Wien kein Platz sein. Auch Bürgermeister Ludwig hielt einmal mehr fest, dass er Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten strikt ablehne.

(fd/apa)

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