Wien nicht lebenswerteste City

Corona kostet den Titel

(09.06.2021) Wien stürzt im Städteranking ab! Die Folgen der Corona-Pandemie haben dafür gesorgt, dass Wien nach drei Jahren als Sieger beim „Economist Intelligence Unit Ranking“ 2021 nicht mehr lebenswerteste Stadt geworden ist. Nicht einmal zu den Top Ten hat es noch gereicht, sondern nur für den 12.Platz. Die neuseeländische Hafenstadt Auckland schafft es auf den Siegespodest, gefolgt von Osaka in Japan und Adelaide in Australien. Am Ende der Liste: erneut Damaskus in Syrien.

Die Pandemie hat im "Global Liveability Ranking" zwar zu einem globalen Einbruch der Lebensqualität geführt - der durchschnittliche Wert für die Lebensqualität war fast sieben Punkte geringer als vor deren Ausbruch - besonders betroffen waren jedoch die europäischen Metropolen, wo die Auswirkungen in Form von Lockdowns oder Belastungen des Gesundheitssystems vergleichsweise größer als anderswo waren - bis hin zu den nicht mehr vorhandenen kulturellen Angeboten. Beim Sieger Auckland wurden indessen der "erfolgreiche Ansatz bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie" hervorgehoben, der den Weg an die Spitze ermöglichte, wie es am Mittwoch in einer Aussendung der EIU hieß.

Größter Index-Gewinner ist Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii machte 46 Plätze gut und landete auf dem 14. Platz. Für die Studie des britischen Wirtschaftsmagazins werden jährlich insgesamt 140 Städte verglichen. Als erste europäische Metropole konnte Wien 2018 den Spitzenplatz des "Economist Intelligence Unit Global Survey" belegen. Bewertet werden Gesundheitssystem, Bildung, Kultur und Infrastruktur. Ebenso soziale Sicherheit, politische Stabilität oder die Kriminalitätsrate.

(mt/apa)

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