Wiener Lerncafes öffnen

für Oberstufenschüler

(09.12.2020) Wiener Oberstufenschüler können im Kaffeehaus lernen! Durch die Corona-Pandemie sind derzeit auch die Kaffeehäuser im ganzen Land geschlossen und dein Brunch mit einem guten Cafe Latte mit deinen Mädls fällt leider aus. In Wien öffnen ab Donnerstag jedoch einige wenige Kaffeehäuser wieder ihre Türen - allerdings nicht zum Melangetrinken, sondern zum Lernen. Die Stadt stellt in Kooperation mit Gastronomen "fliegende Lerncafes" bereit. In diese können Oberstufenschüler, die das Home Schooling satt haben, zumindest für ein paar Stunden in anderer Atmosphäre ihren Unterrichtsstoff durchgehen.

Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr stellt das neue Angebot der Stadt, das in Kooperation mit der Bildungsdirektion und den Kaffeesiedern umgesetzt wird, heute vor. "Seit März herrscht de facto ein Ausnahmezustand in der Schule", so der Ressortchef. Viele Schülerinnen und Schüler hätten Schwierigkeiten beim Distance Learning - etwa wegen einer schlechten Internetverbindung, zu wenig Platz, lauter Geschwister oder fehlender Endgeräte.

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Dafür soll eine Lösung her: Die Lerncafes sollen eine ruhige Alternative bieten "für alle, die sagen: Ich halt's nicht mehr aus im Home Schooling", wie Wiederkehr erklärte. Drei Kaffeehäuser machen nun einmal bis Weihnachten mit: das traditionelle Cafe Museum am Karlsplatz, das Cafe Frauenhuber in der Inneren Stadt und "The Legends" (vormals Cafe Haller) in Wien-Landstraße. Über die Buchungsplattform https://www.book-your-room.at/fliegendes-lerncafe können interessierte Jugendliche einen Platz buchen, so der Bildungsstadtrat. Die ersten Slots - zur Auswahl stehen 14.00 bis 16.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr - werden bereits für morgen, Donnerstag, vergeben. Ist man unter 15 Jahre alt, muss man in Begleitung eines Erwachsenen kommen.

Kaffeehausatmosphäre kommt dabei aber nicht auf: Getränke und Speisen dürfen laut Verordnung des Bundes nicht verkauft werden. "Man kann aber eine Jause mitnehmen", sagte Irmgard Querfeld, die das Cafe Museum betreibt. Die Sicherheit steht an erster Stelle: Die regelmäßige Desinfektion aller Bereiche und der große Abstand zwischen den einzelnen Sitzplätzen sollen diese bieten.

Wiederkehr will sich nun bis Weihnachten einmal anschauen, wie das Angebot angenommen wird. Dann werde man entscheiden, ob und wie die Aktion weitergeführt wird. Das hänge natürlich auch davon ab, ab wann die Gastro wieder ihren Normalbetrieb aufnehmen kann.

(mt/apa)

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