Sextape: Wirbel um mildes Urteil

Private Sexvideos im Internet sind keine große Sache. Ein schwedisches Gerichtsurteil sorgt in ganz Europa für Diskussionen. Ein 17-Jähriger hat einen Pornoclip, der ihn und seine Freundin beim Sex zeigt, ins Netz gestellt. Und zwar ohne Wissen des Mädchens. Die Teenagerin zieht vor Gericht. Die ursprünglichen 15.000 Euro Schmerzensgeld sind von der schwedischen Justiz aber auf 3.000 Euro gesenkt worden. Begründung: Die Gesellschaft sei sexuell freizügiger geworden. Ein Pornotape im Web sei also gar nicht so schlimm. Ein echter Skandal, so Datenschützer Georg Markus Kainz von „quintessenz.at“:

„Gerade wenn eine Unsitte sich immer mehr ausweitet, müsste die Justiz einen Riegel davor schieben. Nur weil es andere auch machen, kann ich das doch nicht verharmlosen. Auch Vergleiche mit freizügigen Popstar-Videos sind ein Witz. Die Promis machen das bewusst aus PR-Gründen. Für eine Privatperson hat das aber das ganze Leben lang Folgen. Denn dieses Video wird nie völlig aus dem Netz verschwinden.“

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