Ungarn will Internet besteuern

Riesen-Aufregung um eine geplante Internetsteuer in Ungarn! Dort soll in Zukunft pro Gigabyte abgerechnet werden: 49 Cent kostet ein Gigabyte. Verlangt wird das Geld zwar von den Internetprovidern, aber die Abgabe wird höchstwahrscheinlich direkt an die User weitergegeben. Auch heimische Internetexperten sind entsetzt. Dieses Vorhaben in Ungarn ist quasi das genaue Gegenteil des vielgeforderten Grundrechts auf Internet-Anbindung.

Und auch für Seitenanbieter ist die Abgabe keine gute Idee, so Joachim Losehand vom Verein für Internet-Benutzer Österreichs:
“Natürlich würden all die Unternehmen, wie beispielsweise Netflix, die ein hohes Datenaufkommen haben, durch die Filme, die da veröffentlicht und angeboten werden, geschädigt werden. Denn dann würden die Kunden zusätzlich neben der Flatrate auch noch jeden einzelnen Konsum extra bezahlen.“

Heftige Proteste & Randale

Und die Internetsteuer lässt viele Ungarn wohl endgültig rot sehen. 200.000 Menschen machen auf Facebook gegen die Abzocke mobil, mehr als zehntausend Menschen demonstrieren gestern Abend in Budapest auf den Straßen. Dabei gibt es auch wilde Ausschreitungen: Nach Ende der Kundgebung stürmen plötzlich vermummte Fußball- Hooligans den Sitz der Regierungspartei Fidesz und randalieren. Sechs Männer seien festgenommen worden, heißt es von der Polizei.

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