Wohnen ist Luxus

Preise steigen weiter

(24.03.2022) Wohnen wird scheinbar schon bald unleistbar. Es war schon immer teuer und die Preise steigen weiter. Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung hat sich im Vorjahr im Durchschnitt um 12,3 Prozent verteuert. Dies ist der höchste jährliche Anstieg seit Beginn der Indexreihe im Jahr 2010 und liegt weit über den Werten der Vorjahre (2020: plus 7,7 Prozent, 2019: plus 5,8 Prozent), so die Statistik Austria. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate laut Verbraucherpreisindex, die sich auf Konsumgüter bezieht und Häuser und Wohnungen nicht berücksichtigt, stieg um 2,8 Prozent.

Den größten Anstieg der Häuserpreise gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Wien mit 18,6 Prozent, gefolgt von Tirol und dem Burgenland. Die geringste Preisdynamik gab es in Vorarlberg und der Steiermark. Bei den Wohnungen verzeichnete Niederösterreich den größten Preisanstieg, gefolgt von Tirol. Am geringsten fielen diese Anstiege in Vorarlberg und der Steiermark aus. Bei den Landeshauptstädten stiegen die Preise von Wohnungen am stärksten in Linz und Innsbruck.

Österreich überdurchschnittlich teuer

Im europäischen Vergleich lag der österreichische Häuserpreisindex im Durchschnitt der ersten drei Quartale 2021 mit einer Preissteigerung von 11,5 Prozent über der durchschnittlichen Teuerungsrate der Europäischen Union (7,6 Prozent). Im Vergleich mit den sechs EU-Nachbarländern waren die Häuserpreisindexveränderungen nur in Tschechien und Ungarn höher.

Häuserpreisindex

Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas berichtete heute in einer Aussendung von einer weiterhin hohen Aktivität am Immobilienmarkt. "2021 gab es um 9,6 Prozent mehr Wohnimmobilienkäufe als im Jahr davor", rechnete er vor. Als Erweiterung des heute präsentierten Häuserpreisindex hat die Statistik Austria auch den Preisindex für selbstgenutzten Wohnraum erhoben. Er enthält neben der Beschaffung von neuem und bestehendem Wohnraum auch Ausgaben, die mit der Anschaffung und dem Eigentum von Wohnraum anfallen. Dieser Index stieg im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 6,5 Prozent (2020: plus 4,1 Prozent, 2019: plus 3,9 Prozent).

(fd/apa)

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