YSL-Designer gegen islamische Mode

(04.04.2016) Islamische Mode von großen europäischen Modehäusern – das geht gar nicht. Das sagt in Frankreich jetzt jedenfalls ein großer Designer, der Mitbegründer und Lebenspartner von Yves Saint Laurent, Pierre Berge. Ein Model mit Kopftuch in einem H&M-Werbespot. Eine Kollektion von muslimischen Gewändern von Dolce & Gabbana und ein Burkini, designt von der britischen Kette Marks & Spencer.

Diese Kreationen seien skandalös, so der 85-jährige Berge: „Ich bin empört. Seit 40 Jahren arbeite ich jetzt neben Yves Saint Laurent. Und ich habe immer geglaubt, dass ein Modeschöpfer dazu da ist, Frauen schöner zu machen und ihnen die Freiheit zu geben. Modeschöpfer sollten nicht Komplizen dieser Diktatur sein, die Frauen dazu zwingt, sich zu verstecken.“

Und so sieht diese islamische Mode aus:

Anders sehen das natürlich die Betroffenen. Mariah Idrissi etwa hat als muslimische Frau für die Islamische Mode von H&M gemodelt. Sie sagt: Der Boom von islamischer Mode gibt Musliminnen endlich die Möglichkeit, sich gut zu kleiden!

"Ich denke für muslimische Frauen ist es wirklich wichtig, dass die Welt weiß: Auch wir wollen gut aussehen. Manche denken, nur weil wir unsere Haare bedecken, vernachlässigen wir uns. Na aber sicher nicht. Der Prophet hat uns auch gelehrt, dass wir als Musliminnen auf uns selbst achten müssen."

"Auch wenn ich mich schon seit Jahren mit Mode mit Kopftuch beschäftige, erst jetzt auf Instagram und Twitter und Facebook ist das in den letzten Jahren so richtig Thema. Der Handel passt sich jetzt dementsprechend an, es gibt heutzutage fast so etwas wie eine richtige Auswahl, um sich anständig zu kleiden. Es wird wirklich besser!", so Idrisssi.

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