Musiklizenzen und Radio

Den finanziellen Fluss verstehen

Die Musikindustrie schenkt den Menschen nicht nur großartige Songs, die glücklich machen, sondern sie ist ein knallhartes Business, in dem es immer auch um jede Menge Geld geht. Von den Künstlern über die Verwertungsgesellschaften bis hin zu Radio und Rundfunksendern wollen alle ein Stück vom Kuchen abhaben. Zwar hat sich durch das Streaming das Geschäftsmodell stark verändert, viele traditionelle Kanäle und der finanzielle Fluss sind aber weitestgehend gleich geblieben. Dieser Artikel erläutert, welche Rolle Finanzen in der Musikszene im Allgemeinen und im Radio im Speziellen spielen.

Text-ID 76170 Pixabay-com © RegioTV CCO Public Domain

Die Finanzierung von Künstlern via Radio erfolgt auf etablierten Kanälen.

Zunächst wird Kunst geschaffen

Das erste Glied in der Kette der Musikindustrie sind die Künstler. Diese schreiben und produzieren Lieder, die sie dann veröffentlichen und mit ihren Fans teilen. Früher ging es darum, ansprechende Schallplatten und CDs zu produzieren und zu verkaufen. Die Touren dienten vor allem Werbezwecken und sollten die Tonträger überall bekannt machen. Durch das Streaming hat sich das komplett gedreht. Heutzutage wird Geld fast ausschließlich über Live-Auftritte generiert und die Tonträger dienen dazu, auf diese aufmerksam zu machen und den Kartenverkauf zu unterstützen.

Zudem geht es bei der Musik inzwischen verstärkt darum, eine möglichst enge Verbindung zu den Fans aufzubauen. Künstler sind nicht mehr unerreichbare Stars, die man nur auf der Bühne bewundern kann, sondern man nimmt an ihrem Leben Anteil. Das betrifft sowohl die Aufnahmen im Studio als auch die Erfahrungen während der Touren. Über soziale Netzwerke posten die Künstler zahlreiche Inhalte und lassen die Fans an ihrem Schaffen teilhaben. So erhalten sie eine enge Verbindung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Tonträger gekauft und ihre Konzerte besucht werden.

Gerade zu Beginn muss eine Menge Energie investiert werden, um als Künstler überleben zu können. Es geht darum, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen und sich eine Fanbase aufzubauen. Erst dann werden Plattenfirmen auf einen aufmerksamen und unterstützen einen bei der Karriere. Außerdem steigt mit der Größe der Fangemeinde auch die Zahl der Konzertbesucher und man kann ganz andere Hallen füllen als zu Beginn. Hat man sich erst einmal eine Fanbase aufgebaut, fällt es deutlich leichter, diese zu aktivieren und langfristig von der Musik zu leben.

Künstler wenden sich an Verwertungsgesellschaften

Üblicherweise vermarkten Künstler ihre Musik nicht in Eigenregie. Hiermit sind so viele unterschiedliche Aufgaben verbunden, dass einzelne Musiker und Bands diese gar nicht alleine bewältigen könnten. Deswegen wenden sie sich meist an Rechteverwertungsgesellschaften. Diese tragen auch den Namen Collecting Societies. Einige sind regional begrenzt, andere sind international oder sogar global tätig. Zu den größten Verwertungsgesellschaften gehören beispielsweise Broadcast Music Inc. (BMI) und die American Society of Composers, Authors and Publishes (ASCAP). In Deutschland ist es vor allem die GEMA, die Künstler vertritt.

Solche Verwertungsgesellschaften vertreten die Künstler gegenüber Dritten. Das bedeutet, dass sie verschiedene Nutzer und Radiosender kontaktieren und mit diesen sämtliche Modalitäten aushandeln, die mit der Bezahlung der Nutzungsrechte für die Musik einhergehen. Die Künstler können sich somit ganz auf ihre Musik, das Touren und den Kontakt zur Fangemeinde konzentrieren und müssen sich weniger Gedanken um die wirtschaftlichen Aspekte machen.

Solche Verwertungsgesellschaften erhalten von den Künstlern Teile der Einnahmen. Hierüber finanzieren sie sich. Sie haben somit ein Interesse daran, möglichst viele namhafte Künstler wie Taylor Swift, aber auch kleinere, regionale Bands zu vertreten, die gutes Geld einspielen. Andersherum profitieren aber auch die Künstler, weil die Verwertungsgesellschaften ein Interesse daran haben, sie gut zu vermarkten, bei zahlreichen Radiosendern unterzubringen und dafür zu sorgen, dass ihre Lieder möglichst oft an ganz unterschiedlichen Stellen gespielt werden.

Radio und Rundfunksender nehmen Titel in ihr Programm auf

Text-ID 76170 Pixabay-com © smorazanm CCO Public Domain

Damit Radio und Rundfunksender Titel spielen dürfen, müssen sie Musiklizenzen erwerben.

Eine weitere wichtige Rolle in der Musikindustrie spielen Radio und Rundfunksender. Künstler müssen nach wie vor im Radio vorkommen, um eine möglichst große Fangemeinde zu erreichen und Bekanntheit zu erlangen. Von kleinen regionalen Rundfunksendern bis hin zu bundesweit agierenden Radiostationen sollten möglichst viele Anbieter die eigene Musik spielen.

Die Sender profitieren ebenfalls von der Musik. Sie erreichen eine große Hörerschaft, wenn sie viele erfolgreiche und beliebte Lieder spielen. Dann haben sie die Möglichkeit, Werbepartnerschaften einzugehen und gutes Geld zu generieren. Radiosender müssen sich daher genau überlegen, welche Songs sie ins Portfolio aufnehmen und welche Zielgruppe sie ansprechen möchten. Die meisten fokussieren sich auf bestimmte Genres oder Epochen, andere sind möglichst breit aufgestellt und wollen viele Menschen ansprechen.

Bevor Radio und Rundfunksender die Musik überhaupt spielen dürfen, müssen sie die notwendigen Lizenzen erwerben. Hierfür zahlen sie Lizenzgebühren an die Verwertungsgesellschaften oder die jeweiligen Rechteinhaber. Die Regelungen hängen von der Region und den Vereinbarungen ab. In solchen Lizenzvereinbarungen wird unter anderem geregelt, wie oft Musik gespielt werden darf und welche Gebühren hierfür anfallen. Wer also einen Radiosender aufbauen möchte, muss nicht nur in die notwendige Technik und die Mitarbeiter investieren, sondern auch Geld für die Lizenzen zur Verfügung haben. Deswegen sollte man einen Kreditvergleich online durchführen, um die eigene Geschäftsidee effizient finanzieren zu können.

Transparenz durch Musikreporting

Sobald alle Lizenzen erworben, die Gebühren gezahlt und die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, können Radiosender mit ihrer Arbeit beginnen. Das bedeutet, dass sie verschiedene Musiktitel zu unterschiedlichen Zeiten spielen. In diesem Zusammenhang spielt das Musikreporting eine wichtige Rolle. Die Sender müssen eine Liste mit allen Songs, die sie ins Programm aufgenommen haben, an die Verwertungsgesellschaften schicken.

Das Ziel ist es, eine flächendeckende Überwachung zu erreichen, um sicherzustellen, dass Künstler für ihre Leistungen angemessen vergütet werden. Die Verwertungsgesellschaften führen Buch darüber, welche Songs in welchem Umfang gespielt werden. So erkennen sie, ob die Lizenzvereinbarungen eingehalten werden, und wissen genau, wie viele Gebühren von den einzelnen Ländern eingefordert werden müssen.

Die Einnahmen werden verteilt

Nachdem das Geld bei den Verwertungsgesellschaften eingegangen ist, wird dieses an die Künstler verteilt. Ein Teil der Gebühren wird als Verwaltungskosten einbehalten, der Rest wird ausgezahlt. Hierbei spielen ganz unterschiedliche Kriterien wie die Anzahl der Aufführungen und die Bekanntheit und Beliebtheit der Werke eine Rolle. Die einzelnen Künstler vereinbaren individuelle Regelungen mit den Verwertungsgesellschaften und bekommen somit genau das, was ihnen zusteht.

Mittlerweile ist es so, dass die Einnahmen aus dem Musikgeschäft nur für ganz große Künstler zum Leben reichen. Für die meisten sind die gespielten Songs ein zusätzliches Standbein, auf das sie sich stützen, ihre Haupteinnahmen generieren sie jedoch über die Konzerte und das Merchandising. Dennoch ist es wichtig, die Präsenz im Radio nicht zu vernachlässigen, damit die eigene Bekanntheit gewährt bleibt und immer genügend Leute zu den Konzerten kommen.

Investitionen in neue Komponenten

Die unterschiedlichen Gruppen nutzen das Geld, das sie über die Musikindustrie generieren, für vielfältige Zwecke. Besonders wichtig ist es jedoch, sich nicht mit dem Status quo zufriedenzugeben, sondern immer wieder neue Investitionen zu tätigen. Für die Künstler bedeutet das beispielsweise, in hochwertige Instrumente zu investieren, die Aufnahmen in namhaften Studios durchzuführen, eine zuverlässige Live-Crew zu engagieren und mit professionellen Produzenten und Studiomusikern zusammenzuarbeiten.

Die Verwertungsgesellschaften nutzen ihr Geld unter anderem dazu, um in hochwertige Technologien zu investieren und ihre Arbeitsprozesse zu optimieren und zu vereinfachen. Die Radiosender benötigen das Geld für weitere Lizenzen, aber auch Investitionen in ein hochwertiges Equipment und professionelle und ansprechende Moderatoren sind wichtig. Zudem müssen sich die Radiosender der Digitalisierung stellen und zahlreiche digitale Angebote erstellen und anbieten.

Fazit: vielfältige Kapitalflüsse in der Musikindustrie

In der Musikindustrie finden vielfältige Kapitalflüsse statt. Diese betreffen die Künstler ebenso wie die Verwertungsgesellschaften und das Radio. Über Lizenzen und Verträge wird eine größtmögliche Transparenz für alle Beteiligten erreicht und dafür gesorgt, dass alle genau die Gelder bekommen, die ihnen zustehen. Außerdem ist es unverzichtbar, in immer neue Technologien und Möglichkeiten zu investieren, um bekannt zu bleiben, Tonträger und Tickets zu verkaufen, Werbepartner zu gewinnen und dauerhaft erfolgreich sein zu können.

Priester vertickt Viagra

Lebenspartner auch verhaftet

Wien: Nichten vergewaltigt!

Onkel fasst 12 Jahre Haft aus

Deal mit Hamas gefordert!

Wo sind Mama und die Kinder?

"Total versext" goes Netflix

Sandra Spick Super Star!

Messerattacke in Traiskirchen

Streit zwischen Asylwerbern

STKM: Chef erschossen

20 Jahre Haft für Polizisten

Die Meisterinnen der Gesundheit

Frauen: Gesundheitsvorsprung

Bier: Mehr Pfand gefordert

Glascontainer statt Pfandautomat