Ö: 7,44 Schnitzel pro Woche

Fleischration schon verbraucht

(13.04.2026) Österreicherinnen und Österreicher haben bereits am Dienstag ihre empfohlene Fleischration für das ganze Jahr verbraucht. Während Ernährungsexperten zu einer drastischen Reduktion raten, liegt der tatsächliche Konsum weit über den Empfehlungen für Gesundheit und Umwelt. Tierschützer sehen dringenden Handlungsbedarf bei Politik und Handel.

Dreieinhalbfache Menge wie empfohlen

Theoretisch wäre ab morgen Schluss mit Fleischgerichten, zumindest, wenn es nach den Vorgaben für eine nachhaltige Ernährung geht. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat den morgigen Dienstag zum „Meat Exhaustion Day“ ausgerufen. Die Zahlen verdeutlichen die Kluft zwischen Realität und Empfehlung. Während die Eat Lancet Kommission lediglich 16,4 Kilo Fleisch pro Jahr und Kopf empfiehlt, liegt der reale Verbrauch in Österreich bei 58 Kilo. Das entspricht etwa dem Dreieinhalbfachen der empfohlenen Menge.

7,44 Schnitzel pro Woche

Besonders anschaulich wird dies beim Nationalgericht. Statistisch gesehen landen pro Person jede Woche 7,44 Schnitzel auf dem Teller. Empfohlen wären laut den Experten jedoch lediglich 2,1 Schnitzel. Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, findet deutliche Worte für diesen Ist-Zustand: „Eigentlich müssten angesichts dieser Zahlen alle Alarmglocken schrillen.(...) Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, was dieser Exzess bedeutet: Abgesehen vom enormen Tierleid, riskieren wir unsere Gesundheit und gefährden darüber hinaus unsere Umwelt massiv.“

„Wer billiges Fleisch kauft, zementiert Tierqual“

Ein Hauptgrund für den hohen Fleischkonsum wird dem Lebensmittelhandel zugeschrieben. Die Tierschützer kritisieren vor allem die häufigen Rabattaktionen auf Fleisch. Laut „Vier Pfoten“ wirken solche Angebote wie ein „Brandbeschleuniger“, da sie den Wert tierischer Produkte in den Hintergrund rücken und gleichzeitig den Preisdruck in der Produktion erhöhen. „Wer billiges Fleisch kauft, zementiert Tierqual“, so Weissenböck. Der daraus resultierende Preisdruck führe langfristig zu einer systematischen Verschlechterung der Haltungsbedingungen.

Tierhaltung ist großer Treiber der Klimakrise

Neben ethischen Fragen rücken auch ökologische und gesundheitliche Aspekte in den Fokus. Die industrielle Tierhaltung trägt weltweit erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei. Laut der Tierschutzorganisation verursache sie weltweit in etwa so viel Treibhausgasemissionen wie der gesamte Verkehrssektor und gilt somit als einer der großen Treiber der Klimakrise.

Gleichzeitig zeigen Studien, dass eine stärker pflanzenbasierte Ernährung positive Effekte auf die Gesundheit haben kann. Laut einer Untersuchung der Harvard-Universität könnte eine entsprechende Umstellung des Essverhaltens die frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent senken.

Tierschützer fordern Politik

„Vier Pfoten“ fordert daher klare politische Maßnahmen, darunter ein Verbot von Rabattaktionen für Fleisch sowie eine verpflichtende und transparente Kennzeichnung von Herkunft und Haltungsbedingungen, sowohl im Handel als auch in der Gastronomie.

(apa/mk)

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