100.000 € Strafe für Rapid
Ausschreitungen bei Derby
(24.02.2026) Der Senat 1 der Fußball-Bundesliga hat nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby am 15. Februar deutliche Strafen gegen Rapid verhängt. Die Hütteldorfer müssen 100.000 Euro Geldstrafe zahlen, zudem kommt es zu Stadion-Teilsperren bei drei Top-Heimspielen.
Rapid verzichtet auf einen Protest gegen das Urteil.
Block West für drei Topspiele gesperrt
Konkret wird eine bereits im September 2024 bedingt ausgesprochene Sanktion schlagend. Der Block West samt Nebenbereichen sowie der gegenüberliegende Sektor werden bei drei Heimspielen gegen Austria, Red Bull Salzburg, Sturm Graz oder den LASK gesperrt.
Die Kapazität des Allianz Stadions sinkt damit um mehr als die Hälfte. Fix betroffen ist das Heimspiel am 8. März gegen Red Bull Salzburg. Wann die beiden weiteren Partien stattfinden, ist noch offen – sie könnten theoretisch auch erst in der kommenden Saison angesetzt werden.
Spielunterbrechung nach Pyro-Wurf
Beim Derby im Austria-Stadion hatten Rapid-Fans beim 0:2 Böller und andere pyrotechnische Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Einige landeten auch im angrenzenden Sektor. Die Partie musste rund zehn Minuten unterbrochen werden. Es war das erste Derby seit längerer Zeit, bei dem wieder Auswärtsfans zugelassen waren.
Drei Jahre kein Kartenkontingent bei Auswärtsderbys
Bereits einen Tag nach den Vorfällen kündigte Rapid an, in den kommenden drei Jahren bei Auswärtsderbys auf das Gästekontingent zu verzichten. Die Liga machte diese Maßnahme nun verpflichtend – sie gilt auch für Rapid II.
Auch Austria zur Kasse gebeten
Die Wiener Austria muss wegen nicht genehmigter Pyrotechnik 48.400 Euro bezahlen.
Rapid: „Signifikanter wirtschaftlicher Schaden“
Der Klub akzeptiert das Urteil und bedauert die Folgen für unbeteiligte Fans:
„Durch das Fehlverhalten einzelner Personen entsteht dem Klub ein signifikanter wirtschaftlicher Schaden.“
Rapid gab bereits bekannt, die Urteile des Strafsenats nicht zu beeinspruchen. Weiters hieß es in der Mitteilung: "Der SK Rapid bedauert, dass durch das Fehlverhalten einzelner Personen dem Klub nicht nur ein signifikanter wirtschaftlicher Schaden entsteht, sondern nun auch viele Fans, die sich stets korrekt verhalten haben, aufgrund der Sektorsperren von den Konsequenzen betroffen sind. Zudem wird der SK Rapid weiter eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und jede Unterstützung leisten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller und Leuchtraketen abgefeuert haben, beizutragen."
(fd/apa)