106 Tote nach Bootsunglück

Viele Kinder unter den Opfern

(14.06.2023) Das tragische Ende einer Hochzeitsgesellschaft. Nach einem Bootsunglück in Nigeria sind mindestens 106 Menschen gestorben. Der Unfall ereignete sich bereits am Montag nahe dem Dorf Gboti auf dem Fluss Niger, wie die Polizei des Bundesstaates Kwara heute mitteilte. Auf dem Schiff hielten sich demnach mindestens 250 Menschen auf, von denen 144 lebend gerettet werden konnten. Die Passagiere seien auf dem Rückweg von einer Hochzeit gewesen. Laut Medien sollen auch viele Kinder unter den Passagieren gewesen sein.

Warum das Schiff sank, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei teilte jedoch mit, dass ein Teil des Bootes bereits kurz nach dem Ablegen an der Motorseite eingebrochen gewesen sei. Anschließend sei das Schiff mit Wasser vollgelaufen. Der Polizei zufolge wollten die Bootspassagiere noch die Dorfbewohner auf das Unglück aufmerksam machen. Allerdings sei die Havarie zunächst unbemerkt geblieben. Lokalen Medien berichteten, das Schiff habe einen Baumstamm im Wasser gerammt.

"Es bricht einem das Herz, wenn man sich vorstellt, dass ein freudiger Anlass, wie die Rückkehr von einer Hochzeitsfeier, in ein solch unvorstellbares Unglück umschlagen kann", teilte der ehemalige Gouverneur der Provinz Kwara und Präsident des nigerianischen Senats, Abubakar Bukola Saraki, am Mittwoch auf Twitter mit. Sakari zufolge starb bei dem Unfall unter anderem ein Vater mit seinen vier Kindern. Allen Angehörigen der Opfer sprach der Politiker sein Beileid aus.

Ähnliche Schiffsunfälle mit vielen Todesopfern sind in Nigeria keine Seltenheit. Grund für die häufigen Unfälle in Afrikas größter Volkswirtschaft sind oft überladene und schlecht gewartete Schiffe. Erst vor gut einem Monat kamen mindestens 15 Kinder und Jugendliche ums Leben, nachdem ihr Boot auf dem Fluss Shagari im nordwestlichen Bundesstaat Sokoto gekentert war. Die Mädchen und Buben im Alter zwischen 10 und 15 Jahren wollten den Fluss überqueren, um Feuerholz zu sammeln. Im Oktober vergangenen Jahres starben bei einem Bootsunfall im Bundesstaat Anambra im Süden des Landes mindestens 76 Menschen.

Dennoch nutzen viele Menschen die Schiffe auf dem Niger, da diese eine schnellere Alternative zu den teils schlecht ausgebauten Straßen in der Region sind. Zudem gelten die Flusswege als sicherer, da hier die Gefahr vor Entführerbanden geringer ist. Der Niger ist der größte Fluss in dem westafrikanischen Land mit seinen rund 200 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Nach dem Nil und dem Kongo ist er der drittgrößte Fluss in Afrika.

(fd/apa)

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