11 und 14-Jährige missbraucht!

Opfer mit Ecstasy bestochen

(04.04.2023) Zwei junge Männer werden jetzt angeklagt, weil sie mit einem elf sowie einem 14 alten Mädchen sexuelle Handlungen unternommen haben sollen, nachdem sie die beiden mit der Aussicht auf Ecstasy-Tabletten in eine Wohnung in Wien-Meidling gelockt hatten, müssen sich am 20. April ein 17 sowie ein 19 Jahre alter Bursche am Landesgericht für Strafsachen verantworten. An sich wäre gegen den 17-Jährigen bereits heute wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen verhandelt worden - er blieb jedoch der Verhandlung fern.

Keine U-Haft für 17-Jährigen

Im Unterschied zum älteren Verdächtigen sitzt der 17-Jährige nicht in U-Haft. Wie sein Verteidiger und seine Bewährungshelferin der Richterin versicherten, wusste er über den Prozesstermin Bescheid. Darüber hinaus war die Polizei am Montag an seiner Wohnadresse erschienen und hatte die Eltern an die Verhandlung erinnert. Beim Aufruf zur Sache betrat dann aber nur der Vater des 17-Jährigen den Gerichtssaal und nahm auf der Zuhörerbank Platz. Auf die Frage der Richterin, wo denn sein Sohn sei, zuckte der Mann mit den Schultern: "Ich weiß nicht, wo er ist. Ich habe ihn ein paar Mal angerufen, er hebt nicht ab."

Verkehr mit 11-Jähriger

Darauf hin trat die Richterin mit Zustimmung der Staatsanwältin das Verfahren gegen den 17-Jährigen zur gemeinsamen Verhandlung mit dem älteren Angeklagten an einen Kollegen ab, der das Verfahren gegen den 19-Jährigen zugeteilt bekommen hat. Damit wird nun ein Schöffensenat über Schuld und Strafe von beiden Burschen befinden - sofern der 17-Jährige beim nächsten Mal erscheint. Denn U-Haft war ungeachtet des unentschuldigten Fernbleibens des bisher unbescholtenen Jugendlichen für die Justiz weiter kein Thema. Die Anklage legt ihm neben entgeltlichem sexuellem Missbrauch von Jugendlichen (§ 207b Abs 3 StGB) die Herstellung von pornografischen Darstellungen mit Minderjährigen zur Last - er soll Sex mit der 14-Jährigen gehabt und seinen Freund gefilmt haben, als dieser mit der Elfjährigen verkehrte. Da diese noch unmündig war, wird dem 19-Jährigen schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen angelastet. Der gebürtige Iraker, der auch mit Drogen gehandelt haben soll, befindet sich seit fast fünf Monaten in U-Haft.

Schwierige Familienverhältnisse

Zu den angeklagten Tathandlungen war es am 10. November 2022 gekommen. Die beiden Mädchen, die aus äußerst problematischen familiären Verhältnissen stammen und sich in einem Krisenzentrum kennengelernt hatten, wollten von dem 19-Jährigen Ecstasy kaufen, nachdem sie am Vortag von ihm eine Tablette erhalten und konsumiert hatten. Der 19-Jährige bat sie in seine Wohnung, wo er ihnen dann klar gemacht haben soll, dass es diesmal Ecstasy nur gegen Bezahlung gebe. Als Gegenleistung forderte er laut Anklage Sex. Nach den inkriminierten Missbrauchshandlungen, an denen sich der mit ihm befreundete 17-Jährige der Staatsanwaltschaft zufolge beteiligte, liefen die Mädchen aus der Wohnung und gingen zur Polizei. Die Tatverdächtigen wurden in weiterer Folge in der Wohnung festgenommen, der Jüngere durfte aber kurz darauf wieder nach Hause.

Mädchen scheuen Aussage

Das Ermittlungsverfahren gestaltete sich insofern schwierig, als die von den Übergriffen betroffenen Mädchen bei der justiziellen Aufarbeitung nur bedingt mitmachen wollten. Eine der beiden lief während ihrer kontradiktorischen Einvernahme aus dem Vernehmungszimmer. Seither "verweigert sie jede Auskunft", wie ihre Rechtsvertreterin am heuitigen Dienstag am Landesgericht kundtat. Die Vertreterin des zweiten Mädchens - eine erfahrene juristische Prozessbegleiterin - gab an, sie habe "keinen Zugang" zu dieser gefunden. Damit scheint offen, ob die Mädchen von sich aus zum Strafprozess erscheinen werden, um ihre Aussagen als Zeuginnen abzulegen, oder ob sie von der Polizei vorgeführt werden müssen.

(fd/apa)

Mutter kommt ums Leben

Bei Wohnhausbrand

Mann wird zum Lebensretter

Kind bewusstlos im Wasser

Kundgebungen im ganzen Land

"Demokratie verteidigen"

Stillstand auf Brennerautobahn

Letzte Generation schlägt zu

Fünf Femizide an einem Tag

Schreckliche Statistik Wien

Großbrand in Valencia

Mehrere Tote

Verdacht auf Geldwäsche

Razzien in drei Ländern

Kontrollierte Cannabis-Freigabe

Deutscher Bundestag