17-Jähriger Radler tot

OÖ: Junioren-Rundfahrt

(22.07.2023) Schon wieder ein tragischer Unfall bei einer Radrennfahrt. Fünf Wochen nach dem Unfalltod des Schweizer Profis Gino Mäder bei der Tour de Suisse ist der Radsport von der nächsten Tragödie erschüttert worden. Bei der 48. Junioren-Rundfahrt in Oberösterreich kam ein 17-jähriger Italiener ums Leben. Der Nachwuchsathlet war am Freitag auf der ersten Etappe von Haid nach Marchtrenk in der Abfahrt vom Mistelbacher Berg gestürzt. Er erlag in der Nacht auf heute seinen schweren Verletzungen, wie die Organisatoren am Samstag bekanntgaben.

Aufgrund des Unglücks wurde die Rundfahrt mit 140 Teilnehmern aus mehreren europäischen Ländern und aus Übersee abgebrochen. "Unsere Gedanken sind bei der Familie, Betreuern und Teamkollegen. Trotz einer perfekt funktionierenden Rettungskette und trotz aller ärztlichen Bemühungen ist der Radsportler nach der Einlieferung seinen schweren Verletzungen erlegen", gab der Landesradsport-Verband Oberösterreich und das Organisationsteam bekannt. Der 17-Jährige war demnach zum Zeitpunkt des Unfalls alleine unterwegs und verunglückte in einer lang gezogenen Linkskurve.

Trauerfeier in Bad Leonfelden

Landesverbandspräsident Paul Resch zeigte sich im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur tief betroffen und kündigte für den Vormittag eine Trauerfeier in Bad Leonfelden an. Dort sind einige der Mannschaften untergebracht, sie werden von Psychologen betreut. "Wir haben das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes schon hier und betreuen da auf Wunsch die einzelnen Teams. Es geht uns nicht besonders gut"; sagte Resch.

Abbruch des Rennens

Der Abbruch des Rennens sei alternativlos. "Wir haben eben die Teams informiert, die haben es noch nicht gewusst. Wir haben auch bekanntgegeben, dass wir die Rundfahrt abbrechen. Wir setzen sie sicher nicht fort, sie haben auch Verständnis dafür. Bei der Junioren-Rundfahrt ist das ein sehr sensibles Thema. Das sind Jugendliche, die sind 17 bis 19 Jahre. Das ist natürlich doch eine andere Sache".

Familie ist angekommen

Laut Resch befinde sich die aus dem Trentino kommende Familie des Verstorbenen bereits seit der Nacht in Linz. Sein Team Campana Imballaggi Geo&Tex Trentino äußerte sich "mit Tränen in den Augen und am Boden zerstört" über das Unglück. Der 17-Jährige sei ein außergewöhnlicher Bursche gewesen, "mit einer Zukunft, die im Sport und vor allem im Leben geschrieben werden sollte, und das schmerzt umso mehr." Die gesamte Mannschaft sei in diesem Moment der großen Trauer um seine Familie, seine Freunde und alle, die ihn geliebt haben, versammelt", teilte der Rennstall mit und dankte für die Unterstützung in diesen schweren Stunden. "Wir haben jetzt einen Engel mehr, der uns dort oben beschützt. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr wir dich vermissen werden."

Welser Innenstadtkriterium

Die tragischen Ereignisse werden auch das Welser Innenstadtkriterium am Mittwoch überschatten, zu dem sich einige Tour-de-France-Teilnehmer wie Felix Gall angesagt haben. Gall und Co. haben erst Mitte Juni den Unfalltod ihres Mitstreiters Mäder bei der Schweizer Landesrundfahrt verkraften müssen. Der 26-Jährige war in einer Hochgeschwindigkeitsabfahrt vom Albulapass gestürzt und später seinen schweren Verletzungen erlegen. Das Rennen wurde trotzdem fortgesetzt, da sich auch die Familie von Mäder dafür ausgesprochen hatte.

(fd/apa)

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