23 Jahre auf der Flucht

DNA-Analyse klärt auf

(19.05.2023) Gerechtigkeit nach 23 Jahren? In Mailand wurde ein 54-Jähriger festgenommen, der vor über zwei Jahrzehnten bewaffnete Raubüberfälle in Österreich begangen haben soll. Er soll in Innsbruck eine Bank und in Salzburg ein Juweliergeschäft überfallen haben, so Innsbrucks Staatsanwaltssprecher Hansjörg Mayr gegenüber der APA. Der Mann wurde mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Auch in seiner Heimat ist er kein Unbekannter. Er wurde in Italien wegen Raubüberfällen und einem Mordversuch gesucht.

Laut italienischen Medienberichten wurde der Gesuchte in der Garage seines Arbeitsplatzes festgenommen und sei nun in einem Mailänder Gefängnis. Ob er dort bleibt oder aufgrund seiner Vergehen nach Österreich ausgeliefert wird, wird ein Berufungsgericht entscheiden.

Der Banküberfall in Innsbruck ereignete sich im Jahr 2000 in einer Filiale der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV). Drei Männer "südländischen Typs" sollen Angestellte mit einer Waffe bedroht und einige Bankangestellte und Kunden gefesselt haben - verletzt wurde niemand. Den Tätern gelang mit über eine Million Schilling (72 672,83 Euro) die Flucht. Im selben Jahr fand auch der Überfall in Salzburg statt. Hier dürfte der 54-Jährige einen Mittäter gehabt haben.

Der Italiener konnte nun, ganze 23 Jahre später, mittels DNA-Abgleich ausgeforscht werden. Seine Komplizen seien immer noch auf der Flucht, so Mayr.

(EC/APA)

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