4 Jahre Krieg, wofür?

EU hilft Ukraine weiterhin

(24.02.2026) Am 24. Februar 2022 begann mit Putins Befehl zur „Militäroperation“ die russische Invasion der Ukraine. Vier Jahre später ist das Land verwüstet, Hunderttausende sind tot oder geflüchtet – doch Kreml-Chef Wladimir Putin hat sein zentrales Ziel nicht erreicht: die vollständige Kontrolle über die Ukraine.

Der Beginn der Ukraine-Invasion 2022

Gegen vier Uhr früh verkündete Putin die „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Kurz darauf schlugen Raketen in Kiew, Charkiw und Odessa ein. Russische Truppen marschierten von Norden, Süden und Osten ein.

Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängte das Kriegsrecht, Männer im wehrfähigen Alter durften das Land nicht verlassen. Während Millionen Frauen und Kinder flohen, erklärte Selenskyj in einem Video aus Kiew: „Ich bleibe hier.“

Butscha und die Kriegsverbrechen

Nach ersten ukrainischen Gegenoffensiven im Frühjahr 2022 wurden Gebiete rund um Kiew zurückerobert. In Butscha entdeckten Ermittler Massengräber und dokumentierten laut ukrainischer Staatsanwaltschaft mehr als 9000 mutmaßliche Kriegsverbrechen. Über 1400 Menschen sollen allein dort getötet worden sein. Moskau bestreitet die Vorwürfe.

Die Bilder aus Butscha schockierten die Weltöffentlichkeit nachhaltig.

Annexionen und Winteroffensiven

Im September 2022 erklärte Russland die Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zu russischem Staatsgebiet – international nicht anerkannt. Militärisch blieb die Lage umkämpft, Cherson wurde später von der Ukraine zurückerobert.

Russland setzte verstärkt auf Angriffe gegen kritische Infrastruktur. Besonders die Winter 2024/25 und 2025/26 trafen die Zivilbevölkerung hart: Strom, Wasser und Heizung fielen bei Temperaturen bis minus 20 Grad aus.

Frontverlauf: Rückschläge und symbolische Erfolge

Seit Herbst 2023 steht die ukrainische Armee im Osten unter massivem Druck. Rund ein Fünftel des Landes ist derzeit russisch kontrolliert.

Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion hat die Europäische Union der Ukraine weitere Unterstützung zugesichert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa nahmen in Kiew an einer Gedenkzeremonie teil.

Wir bleiben der größte Geldgeber für die Ukraine“, erklärten die EU-Spitzen zum Jahrestag des 24. Februar 2022.

Selenskyj: „Wir haben die Ukraine bewahrt“

Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte in einer Fernsehansprache, Russland habe seine Kriegsziele nicht erreicht. „Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat diesen Krieg nicht gewonnen.“

Zugleich warnte Selenskyj im Zusammenhang mit laufenden Friedensgesprächen davor, die Opfer des Krieges zu entwerten:
„Entwertet nicht den ganzen Kampf, den Mut, die Würde – alles, was die Ukraine durchgemacht hat.“
Man werde die eigenen Gefallenen nicht verraten, nur um einen Frieden zu erzwingen.

Kreml: Ziele noch nicht erreicht

Auch aus Moskau kam zum Jahrestag ein bemerkenswertes Eingeständnis. Kremlsprecher Dmitri Peskow räumte ein, dass Russland seine ursprünglichen Ziele bisher nicht umgesetzt habe. Deshalb gehe der Krieg weiter. Gleichzeitig betonte er die Bereitschaft zu einer diplomatischen Lösung – allerdings nur zu russischen Bedingungen.

Moskau fordert unter anderem den vollständigen Abzug ukrainischer Truppen aus Teilen der Region Donezk. Kiew lehnt das kategorisch ab. Gespräche gelten derzeit als festgefahren.

EU uneinig über neue Hilfen

Die Solidarität der EU wird jedoch von internen Spannungen überschattet. Ein neues Sanktionspaket gegen Russland sowie ein Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine scheiterten vorerst am Veto Ungarns.

Selenskyj forderte das Europäische Parlament auf, das Kreditpaket rasch umzusetzen. Zudem pochte er auf einen konkreten Termin für einen EU-Beitritt der Ukraine. Ohne klare Perspektive könne Moskau versuchen, Europa weiter zu spalten.

Eine fixe Beitrittszusage für 2027 oder früher gibt es jedoch nicht. Die EU bescheinigte der Ukraine lediglich Reformfortschritte und sicherte weitere Unterstützung zu.

Druck auf Russland soll steigen

Die EU bekräftigte ihr Ziel, Russland zu weiteren Zugeständnissen zu bewegen. Im Fokus neuer Maßnahmen stehen der russische Energie- und Finanzsektor sowie die sogenannte Schattenflotte. Zudem soll ein Sondergericht für russische Kriegsverbrechen eingerichtet werden.

Hunderttausende Tote seit 2022

Der Krieg ist der größte in Europa seit 1945. Laut Selenskyj verlor die Ukraine rund 55.000 Soldaten, Beobachter gehen von höheren Zahlen aus. Die UNO zählt mehr als 15.000 getötete Zivilisten. Für Russland werden Schätzungen von mindestens 220.000 gefallenen Soldaten genannt – westliche Quellen vermuten deutlich höhere Verluste.

(fd/apa)

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