Alles Walzer zum 66. mal

Tänzchen für Lugner

(09.02.2024) Bis in die frühen Morgenstunden tanzen 5.500 Gäste des 66. Wiener Opernballs in der ausverkauften Wiener Staatsoper. "Alles Walzer" hat sich auch Richard Lugners Stargast Priscilla Presley nicht zweimal sagen lassen. Bereits im Vorhinein hat sie angekündigt, mit Mörtel tanzen zu wollen.

6. Opernball für van der Bellen

An der Spitze des offiziellen Österreichs kamen Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der seinen montenegrinischen Amtskollegen Jakov Milatović zu Gast hatte, sowie Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP), der von Estlands Premierministerin Kaja Kallas zum Event begleitet wurde. "Die Einladung an Präsident Jakov Milatović, heute gemeinsam den Opernball zu besuchen, ist ein Zeichen der Freundschaft zwischen Österreich und Montenegro sowie ein Symbol für das österreichische Engagement am Westbalkan", sagte Van der Bellen.

Van der Bellen

"Der Wiener Opernball ist nicht nur eine schöne Tradition unseres Landes, sondern auch kulturelles Aushängeschild Österreichs in der Welt. Nicht umsonst kommen jedes Jahr gerne auch internationale Gäste - wie heuer die estnische Premierministerin Kaja Kallas - nach Wien zum Opernball", unterstrich auch der Bundeskanzler.

Gelungene Eröffnung

Mit einer mit vielen "Bravos" umjubelten Eröffnung hat der 66. Opernball einen glänzenden Anfang genommen. Mit den Starsängern Piotr Beczala und Elīna Garanča hatte das Publikum aber auch allen Grund zur Freude. Zudem gab es eine Premiere: Zum ersten Mal gab es mit Garanča und der spanischen Ausnahmesängerin Serena Saenz mit dem Klassiker "Barcarolle" aus Hoffmanns Erzählungen ein rein weibliches Duett.

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Eröffnet haben die 144 Paare des Jungdamen- und Jungherren-Komitees tadellos mit einer von Maria Angelini-Santner und Christoph Santner von der Tanzschule Santner recht schwierig gestaltete Choreographie zur Pepita Polka von Johann Strauß (Sohn). Dann wurde gemeinsam mit dem legendären Aufruf "Alles Walzer" das Parkett für die Besucher freigegeben.

As always: Viele Stargäste

Richard Lugner huschte mit seinem Stargast Priscilla Presley am Roten Teppich seitlich vorbei in die Oper. Die Ex-Frau des King of Rock'n'Roll Elvis Presley nahm relativ rasch im vorderen Bereich der Lugner-Loge Platz, um die Eröffnung zu bewundern. Presley fand den Ball "absolut wundervoll". Zur Freude des Baumeisters wagten Presley und Lugner auch noch einen Tanz am Parkett. "Ich liebe diese Energie", sagte die Schauspielerin dem ORF. "Wir haben so etwas nicht in Los Angeles." Sie überlegte sogar, ihren Heimflug in die USA zu verschieben, um noch etwas länger in Wien bleiben zu können, erzählte Presley.

Presley und Lugner

Auch Designer Helmut Glööckler schritt mit neuer Langhaar-Frisur und spitzen Fingernägeln über den Red Carpet in die Oper. "Ich habe mich gefragt, wie Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Ball aussehen würde. Es ist ein bisschen 'Rock me Amadeus'", sagte der Deutsche. Für viel Aufsehen sorgten die Gäste des Unternehmers Markus Deussl, der Schauspieler Franco Nero, der Sänger Heino sowie Comedian Oliver Pocher samt Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden. "Das ist das Schöne bei uns Männern. Wir können immer das Gleiche anziehen. Mein Frack ist zehn Jahre alt", meinte etwa Pocher über die Ballmode. "Die Stimmung in der Loge ist gut, aber heiß. Und wir haben ja auch zwei ältere Männer drin", sagte der Moderator während der Eröffnung.

Model Papis Loveday zog mit ausgefallenem Kopfschmuck viele Blicke auf sich. Musiker DJ Ötzi besuchte mit Frau und Tochter den Ball. Die Präsidentin der Salzburger Festspiele Kristina Hammer ließ sich das Spektakel ebenso wenig entgehen wie die Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, Sabine Haag. Schauspielerin Sunnyi Melles sah sich die Eröffnung gemeinsam mit Zirkusartistin und Model Lili Paul-Roncalli an.

Anteil wird gespendet

Der 66. Opernball setzte wieder eine soziale Note, zu der jeder Besucher und jede Besucherin einen Beitrag leistete - und zwar mit dem Erwerb der Eintrittskarten (Aufschlag von 35 Euro pro Ticket) und der Konsumation am Ball (zehn Prozent Aufschlag auf die Gastronomie). Das Geld kam erneut "Österreich hilft Österreich" zu Gute, eine vom ORF und den führenden Hilfsinstitutionen getragene Initiative, die in Not geratenen Menschen hilft. Vergangenes Jahr wurden 600.000 Euro überwiesen.

Protest vor Staatsoper

Anlässlich des 66. Opernballs ist es auch wieder zu Protesten gekommen. So hat die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) zu einem Marsch gegen den Opernball aufgerufen. Auf Plakaten war etwa "Keine Profite mit Energie und Miete" oder "Streik statt fauler Kompromiss" zu sehen. Laut Wiener Polizei blieben die Kundgebungen ruhig. "Mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten" werden in und um das Haus am Ring in Einsatz sein, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) im Vorfeld.

(APA/JuF)

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