Achtung: 50 Tiere vergiftet

Mäusegift in Tirol

(17.12.2019) Der Albtraum für jeden Haustierbesitzer! Stell dir vor, deine Tiere fangen auf einmal an, sich komisch zu verhalten und dann sinkt auch noch ihre Körpertemperatur in einen äußerst kritischen Bereich. Im Bezirk Kitzbühel ist das in den letzten Monaten bei fast 50 Haustieren passiert. Die Zahl ist erschreckend. Zahlreiche Hunde und Katzen haben Mäusegift oder einen vergifteten Kadaver erwischt.

Cornelia Z’berg, eine Tierärztin aus Kitzbühel, erzählt, dass sie seit Sommer insgesamt 13 vergiftete Katzen und zwei Hunde behandelt hat. Die Vergiftungsfälle häufen sich. Viele Tiere schaffen es nicht einmal mehr nach Hause. Das betrifft aber natürlich nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere, wie Füchse oder Greifvögel. Das Problem? Vergiftungsfälle sind nicht meldepflichtig und deshalb ist nicht bekannt, wie viele Fälle in Tirol tatsächlich passiert sind.

Wie kommt es zur Vergiftung?

Cornelia Z’berg sagt, dass „der Schrecken Alpha-Chloralose“ heißt. Das ist ein Inhaltsstoff, der sich in vielen Ratten- und Mäusegiften befindet. Das Gift wirkt aber eben auch bei anderen Tieren und sollte daher eigentlich nur in geschlossenen Räumen verwendet werden.

Oft wird das Gift mit Getreide vermischt im Freien ausgelegt. Die Folge? Deine Hunde oder Katzen könnten das Gift selbst abbekommen oder die vergifteten Mäuse essen, was genauso zu heftigen Problemen führt.

Bereits kurz nach der Giftaufnahme können Symptome auftreten. Dein Haustier könnte zum Beispiel zittern und taumeln, bis es sich nicht mehr bewegen kann.

Was sollst du im worst case machen?

*Wenn die Symptome auftreten: Sofort zum Tierarzt! *

Cornelia Z’berg möchte niemanden böse Absichten unterstellen. Sie warnt aber, die Köder nur ganz streng nach Anweisung zu verwenden. Nur so können die Vergiftungsfälle vermieden werden.

(mt/17.12.19)

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