Afrikas Formel-1 Comeback
Wurz soll Strecke designen
(09.10.2026) Laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten soll eine Formel-1-Rückkehr nach Afrika näher rücken. Der letzte Afrika-Grand-Prix in Kyalami liegt 33 Jahre zurück, nun soll Ruanda den Zuschlag bekommen. Offiziell könnte der Deal in der kommenden Woche in Ruandas Hauptstadt Kigali verkündet werden. Frühestens wird der Grand-Prix ab 2030 zu erwarten sein, laut dem Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali ist es aber ein "ganz klares Ziel" Afrika in den Kalender zu integrieren. Im Jahr 1993 hat der letzte Grand-Prix in Südafrika stattgefunden.
Gayton McKenzie, der Sportminister von Südafrika, hat bereits seine Glückwünsche an Ruanda geteilt. Stattfinden würde der Grand-Prix südlich von Kigali im Distrikt Bugsera. In dem kleinen Land in Ostafrika entsteht hier der neue internationale Flughafen, bei dem neben der Formel-1 als Hauptsponsor auch die Qatar Airways als 60-prozentiger Anteilseigner beteiligt ist.
Alexander Wurz soll Strecke designen
Einige Medien berichten dass der Entwurf der Strecke von einem Team unter der Leitung des Österreichers Alexander Wurz entstehen wird. Für den ehemaligen Formel-1-Fahrer Wurz wäre es bereits die zweite Strecke, die er und sein Team designen. Aktuell arbeitet er auch an einer neuen Formel-1-Strecke in Saudi Arabien.
Der ruandische Präsident Paul Kagame sieht die Formel-1-Rennen als einen riesigen Schritt um sein Land international in einen größeren Fokus zu rücken. Lewis Hamilton hat sich bereits zur neuen Strecke geäußert : "Ruanda ist eines meiner liebsten Länder", für den Superstar würde damit ein Traum wahr werden.
Bekanntheit hat Ruanda durch eine Tragödie erlangt, 1994 wurden innerhalb von 100 Tagen etwa 800.00 Menschen teils brutal ermordet. Grund war ein Völkermord radikaler Angehöriger der Volksgruppe der Hutu an den Tutu und gemäßigten Hutu. Weiterhin wird die Lage im Land von Menschenrechtlern als sehr kritisch eingestuft. Berichtet wird dabei von willkürlichen Inhaftierungen, Gegner der Regierung würden verfolgt werden und auch andere Menschen sehen sich Misshandlungen ausgesetzt.
(apa/ep)