Alexa reicht's!

Mädchen darf Namen ändern

(10.08.2022) Der Name, den die Eltern der kleinen Alexa vor sechs Jahren gegeben haben, ist heute für das Mädchen aus Deutschland eine seelische Belastung. Heutzutage findet man in Millionen Haushalten auf der ganzen Welt das beliebte Assistenzsystem von Amazon, welches ebenfalls den Namen Alexa trägt. Dass dieses System dazu programmiert ist, Befehle auszuführen, wenn man laut den Namen "Alexa" sagt, macht dem gleichnamigen Mädchen das Leben alles andere als leicht. Somit gehören Sprüche wie "Alexa, wie wird das Wetter heute?" oder "Alexa, weck mich morgen um 6 Uhr" nun zum Alltag der Sechsjährigen. Die Eltern haben damals diese Entwicklung nicht vorhersehen können. Ihre Tochter ist etwa zeitgleich auf die Welt gekommen, als ihre Namensvetterin dem Markt vorgestellt worden ist.

Gericht erkennt die Not des Kindes

Als die Eltern schon vor zwei Jahren eine Namensänderung beantragen, wird diese zunächst abgelehnt. Man habe keinen wichtigen Grund dafür gesehen. Doch die Eltern sind entschlossen und ziehen weiter vor das Verwaltungsgericht, wo sie in der mündlichen Verhandlung vom täglichen Spott, dem ihre Tochter ausgesetzt ist, berichten. Daraufhin erkennt das Gericht: "Der Name ist nicht bloß dazu geeignet, einen Wortwitz zu bilden, sondern lädt vielmehr dazu ein, beleidigende und erniedrigende Befehle zu erteilen." Somit steht fest: Alexa darf ihren Namen ändern. Den neuen Namen des Mädchens kennt man übrigens nicht.

(DS)

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