Alkohol am Steuer

Anzeigen sind explodiert

(15.02.2023) Die Bilanz der Verkehrspolizei für 2022 weist erstmals mehr als sechs Millionen Geschwindigkeitsübertretungen auf. 1,75 Millionen Alkoholtests wurden durchgeführt, den Lenkern von 27.500 Schwerfahrzeugen die Weiterfahrt untersagt, und es gab mehr Drogenlenker. "Durch die intensive Aus- und Fortbildung bei der Erkennung von Drogenlenkern konnte die Effektivität bei der Verkehrsüberwachung dieser Delikte wesentlich gesteigert werden", meinte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Von der Polizei wurden im Vorjahr insgesamt 6,120.825 Geschwindigkeitsüberschreitungen angezeigt bzw. als Organstrafverfügungen geahndet, hieß es am Mittwoch. Etwa 5,1 Millionen davon wurden von Radargeräten gemessen, weitere rund 650.000 Fahrzeuglenker und -innen mit Lasermessgeräten ertappt und etwa 350.000 von Zivilstreifen, durch Section-Control-Anlagen oder anderen Überwachungsarten erwischt. Das bedeutet gegenüber 2021 einen Anstieg um 19,7 Prozent.

1,768.730 Verkehrsteilnehmer mussten sich Alkoholkontrollen (Alkomattests, Alkovortests und ärztliche Untersuchungen) stellen, eine Zunahme von 27,4 Prozent. Die Zahl der entsprechenden Anzeigen stieg von 28.498 (2021) um 15,4 Prozent auf 32.875. Weiters wurden 7.499 Lenker und Lenkerinnen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt, eine neuerliche Zunahme um 18,3 Prozent. Dies sei u.a. auch auf eine verbesserte Ausbildung der Exekutive für den Einsatz der in einem Pilotprojekt eingesetzten Speichelvortestgeräte sowie den operativen Einsatz von Amtsärzten bei Schwerpunktaktionen zurückzuführen.

Derzeit sind zehn stationäre Section-Control-Anlagen in Betrieb, von denen alle über eine Lenkerdokumentation verfügen. Der Polizei stehen 370 stationäre und mobile Radargeräte zur Verfügung. In 121.883 Fällen wurde von der Exekutive festgestellt, dass der vorgeschriebene Sicherheitsabstand beim Hintereinanderfahren zu gering war - ein Anstieg um 16,2 Prozent.

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Annähernd gleich blieben mit 88.394 die Übertretungen gegen die Gurtenpflicht. 130.540 Lenker wurden wegen Telefonierens am Steuer angezeigt oder mit einer Organstrafverfügung bedacht. Ein Anstieg (plus 8,8 Prozent) war bei den Beanstandungen wegen mangelnder Kindersicherung zu verzeichnen: 7.013 Anzeigen hatten auch eine Vormerkung im Vormerksystem zur Folge.

Im Schwerverkehrsbereich wurden 2022 insgesamt 239.459 Anzeigen und Organstrafverfügungen bei Straßenkontrollen von Lkw und Bussen erstattet, was ein leichter Rückgang um 2,9 Prozent ist. Der größte Anteil betraf die Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeitvorgaben (86.421), gefolgt von technischen Fahrzeugmängeln an Karosserie, Bremsen und Reifen (80.272), Überladungen (30.828) und mangelnder Ladungssicherung (5.854).

8.188 Gefahrguttransporte wurden einer intensiven Kontrolle unterzogen (2021: 7.959). Insgesamt musste hier 551 Mal die Weiterfahrt wegen Gefahr im Verzuge untersagt werden.

(MK/APA)

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