Amoklauf in Prag

14 Tote: Motiv unklar

(21.12.2023) (update: 19:25) Bei Schüssen an der Prager Karls-Universität sind mehr als 14 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Auch der Schütze sei unter den Toten, teilte der Prager Polizeipräsident am Donnerstagnachmittag mit. Innenminister Vit Rakusan sagte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, es drohe keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit. Es gebe keine Hinweise auf einen zweiten Schützen. Rakusan rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen der Polizei zu folgen.

+++Triggerwarnung+++ Schüsse, Panik+++

Nach ersten Informationen soll es zu dem Vorfall an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität am Jan-Palach-Platz gekommen sein. Dort werden Geisteswissenschaften unterrichtet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot an Ort und Stelle, darunter waren Spezialkräfte. Der Jan-Palach-Platz befindet sich nur wenige hundert Meter von der bekannten Karlsbrücke entfernt, dem Wahrzeichen der Stadt an der Moldau. In einem Video eines Users auf X waren Menschen zu sehen, die über die bei Touristen sehr beliebte Karlsbrücke flüchteten. Im Begleittext war zu lesen, dass sie sich von den Schüssen, die in der Nähe zu hören gewesen seien, entfernten.

Die Polizei rief die Menschen auf, die Gegend weiträumig zu meiden. Bewohner sollten nicht aus dem Haus gehen. Auf Fotos war zu sehen, wie Studenten das Universitätsgebäude mit erhobenen Armen verlassen. Die Universität verschickte ein E-Mail an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deckung zu gehen und die Türen zu verschließen. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Nova soll sich der Schütze zuletzt auf dem Dach des Fakultätsgebäudes aufgehalten haben. Auch eine Explosion sei demnach zu hören gewesen. Dem Prager Polizeichef zufolge handelte es sich bei dem Angreifer um einen Studenten der Kunstfakultät an der Karls-Universität. Sein lebloser Körper sei in der Kunstfakultät gefunden worden, zudem sei der Vater des Schützen früher am Tag tot aufgefunden worden.

Studenten und Mitarbeiter der Universität teilten in den sozialen Medien mit, dass sie sich in Hörsälen und Büros verbarrikadiert hätten. Die Menschen sollten nun nach und nach aus dem Gebäude gebracht werden. Der Rettungsdienst schickte mehrere Rettungswagen, Notärzte und einen Großraumrettungswagen zum Einsatzort.

Ausdruck des Beileids

Der tschechische Präsident Petr Pavel sprach den Angehörigen der Getöteten sein Beileid aus. Er dankte den Bürgern beim Kurznachrichtendienst X am Donnerstag dafür, dass sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte gefolgt seien. Wie das Büro des Staatsoberhaupts mitteilte, bricht Pavel seinen derzeitigen Frankreich-Besuch ab und kehrt vorzeitig nach Tschechien zurück. Es dürfte sich um die schlimmste Tat mit Schusswaffen in der Geschichte der seit 1993 unabhängigen Tschechischen Republik handeln.

Alexander Van der Bellen

Auch Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigte seine Solidarität: "Ich bin tief schockiert von der grausamen Attacke heute in Prag, die so viele Opfer forderte. In diesen schmerzhaften Stunden sind unseren Gedanken mit den Menschen in der Tschechischen Republik, bei den Familien und Freunden der Opfer", schrieb Van der Bellen auf X. Die Karls-Universität wurde 1348 gegründet und zählt damit zu den ältesten europäischen Universitäten. Sie hat insgesamt rund 49.500 Studentinnen und Studenten. Davon studieren rund 8.000 an der Philosophischen Fakultät Fächer wie Germanistik, Slawistik oder Geschichtswissenschaft.

(fd/apa)

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