Angriff auf Schule im Iran
Teile der Schule zerstört
(16.03.2026) In der iranischen Kleinstadt Chomein kam es zu einem Luftangriff, bei dem mehrere Gebäude beschädigt wurden, darunter auch ein Gymnasium. Iranische Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums und einige Häuser in der Umgebung, die durch den Angriff beschädigt wurden. Beim Angriff soll es keine Todesopfer gegeben haben. Welche Luftwaffe den Schaden verursacht hat, bleibt zunächst unklar, allerdings machte der Gouverneur der Provinz Markazi das "zionistisch-amerikanische Regime" für den Angriff verantwortlich.
Es war zudem nicht der erste Angriff auf die Region. Unter anderem wurde eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert. Bereits fünf Menschen verloren durch Angriffe in der Provinz ihr Leben. Laut Angaben des Irans kam es seit Kriegsbeginn zu 21.000 Angriffen auf zivile Einrichtungen, unter anderem wurden demnach schon 69 Schulen zerstört. Die Mädchenschule, die am ersten Kriegstag bombardiert wurde, soll jetzt in ein Museum umgewandelt werden.
"Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden", heißt es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Umbauplänen gibt es noch nicht. Die Schule selbst, soll aus Gedenken an die Opfer an einer anderen Stelle wieder aufgebaut werden.
In Minab am Persischen Golf verloren Ende Februar durch den Angriff mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ihr Leben. US-Streitkräfte hatten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden als Angriffs-Ziel gesetzt, zudem die Schule früher einmal gehörte. Durch veraltete Ortungsdaten kam es dann aber zu jenem schweren Fehler, der hunderte Menschen das Leben kostete.
(apa/sp/fd)